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Diebstahltrio verursacht Riesenschaden

Über einen Zeitraum von drei Jahren klauten die Diebe tonnenweise Buntmetalle.
Über einen Zeitraum von drei Jahren klauten die Diebe tonnenweise Buntmetalle.
Peter Endig

Einer merkwürdig zusammengewürfelten Dreier-Diebescombo aus Karlsburg wird Metalldiebstahl in 72 Fällen vorgeworfen. Dabei gingen sie außerordentlich eigensüchtig vor.

Ob leerstehende Häuser, Baustellen, Gartenanlagen oder Friedhöfe: Diesen drei Dieben war offenbar gar nichts heilig. In 72 Fällen sollen sie zwischen 2012 und 2014 in Wolgast und Umgebung Buntmetalle geklaut haben. Die Kriminalpolizei steht unmittelbar vor dem Abschluss eines diesbezüglichen Ermittlungsverfahrens gegen eine in Karlsburg lebende 26-jährige Frau und ihren 45-jähriger Mann sowie eine in Wolgast wohnhafte 62-jährige Frau. Aufgrund von sichergestellten Werkzeugen und DNA gilt es als gesichert, dass das Diebstahltrio in knapp drei Jahren mehr als 3.600 Kilogramm Kupfer, Messing, Bronze und Elektromotoren mitgehen ließ. Auf den Friedhöfen in Karlshagen, Zinnowitz und Wolgast hatten es die Langfinger insbesondere auf die Wasserhähne abgesehen.

Besonders perfide ist, dass die Beute und der entstandene Schaden in keinem Verhältnis stehen. Gerade einmal 6.500 Euro erhielten die Diebe von Schrotthändlern im Landkreis Vorpommern-Greifswald für ihre Beute, verursachten aber einen Schaden von mehr als 100.000 Euro. Den Schrotthändlern fiel das nicht weiter auf, denn die Beute war auf ihre Rohstoffe zerkleinert. Insbesondere Kupferrohre und Kabel waren klein geschnitten. Während die Beschuldigten sich ausschweigen, werden nun die 72 Akten mit über 5.250 Blatt an die Staatsanwaltschaft Stralsund übersandt.

Übrigens: Im Jahr 2015 kam es zu keinen Straftaten der drei Beschuldigten mehr, da der 45-Jährige wegen anderer Straftatenvorwürfe seit Anfang 2015 in Haft sitzt.