KRITIK AN KAMERADEN

Hausmeister nimmt Feuerwehrleute in Schutz

Nach einem Hausbrand in Anklam wurden die Feuerwehrleute von Bewohnern so sehr kritisiert, dass einige Kameraden überlegten, aus der Wehr auszutreten. Der Hausmeister war während des Brandes ebenfalls vor Ort und sieht die Sache ganz anders.
Ausgerechnet am Herrentag mussten die Feuerwehrleute in Anklam zu einem Hausbrand ausrücken.
Ausgerechnet am Herrentag mussten die Feuerwehrleute in Anklam zu einem Hausbrand ausrücken. NK-Archiv / Gabriel Kords
Anklam.

Erst gab es Schelte für die Kameraden von einer Mieterin des Brandhauses in der Demminer Straße in Anklam, jetzt folgt Lob von allen Seiten. Nachdem sich neben der Landrätin Barbara Syrbe auch schon Sozialdezernent Dirk Scheer und Vize-Landrat Jörg Hasselmann für den Einsatz der Feuerwehrleute am Himmelfahrtsnachmittag in Anklam ausgesprochen hatten, folgt jetzt auch Zuspruch aus Anklam.

„Respekt”

Reinhard Promehl ist der Hausmeister des betroffenen Gebäudes. Er war an dem schicksalshaften Nachmittag selbst vor Ort und musste mit ansehen, was sich dort abspielte. „Es war schlimm“, sagt Promehl. An dem Einsatz der Kameraden kann er jedoch nichts Negatives entdecken und sagt deshalb: „Das haben sie super gemacht – gerade an einem Feiertag. Respekt.“

Dass nun aufgrund der Kritik einige Feuerwehrleute Anfang der Woche sogar mit Austritt drohten, habe ihn daher sehr erschüttert. „Das darf nicht passieren“, sagt Promehl. Auch der Hausbesitzer ist den Kameraden dankbar, sagt Promehl. Immerhin habe bei dem Brand durch den Verdienst der Feuerwehr niemand Schaden genommen. Auch ein Übergriff der Flammen auf das Nachbarhaus konnte verhindert werden. Die Zusammenarbeit vor Ort am Brandtag sei zudem sehr kooperativ gewesen, so der Hausmeister.

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