FESTIVAL IN ANKLAM

Herr Dahlemann, wo bleibt das Schlager-Geld?

Ende Juli soll in Anklam eine riesige Schlagerparty steigen. Tausende Karten sind angeblich schon verkauft. Nun gibt es wieder Ärger um die Finanzierung.
Carsten Schönebeck Carsten Schönebeck
Der Staatssekretär hat‘s schwer: Erst hagelte es Kritik, weil Patrick Dahlemann (SPD) Auftritte unter anderem von DJ Ötzi fördern lässt. Nun sind seine Gegner betrübt, dass die 30 000 Euro noch nicht ausgezahlt sind.
Der Staatssekretär hat‘s schwer: Erst hagelte es Kritik, weil Patrick Dahlemann (SPD) Auftritte unter anderem von DJ Ötzi fördern lässt. Nun sind seine Gegner betrübt, dass die 30 000 Euro noch nicht ausgezahlt sind. C. SAUERTEIG, FOTOS: NK-ARCHIV, J. FOETZKE, LEVELUPART - FOTOLIA.COM
Anklam.

Das hatte sich Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) sicher anders vorgestellt. Als er im November 2017 ankündigte, eine Reihe von Open-Air-Konzerten in der Region mit Mitteln des Vorpommern-Fonds zu unterstützen, gab es Gegenwind. Nun steht er in der Kritik, weil das Geld immer noch nicht geflossen ist. Veranstalter Marcel Glöden wartet weiterhin auf die zugesagten 30.000 Euro. Ein Zuschuss, der unter anderem für das Schlager-Festival Ende Juli am Anklamer Flugplatz gedacht ist.

Vorne mit dabei, wenn es gegen Patrick Dahlemann geht, ist natürlich die Opposition. Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Landtag, Nikolaus Kramer, schimpfte am Mittwoch, der Staatssekretär würde mit leeren Versprechen das Vertrauen der Bürger in die Politik untergraben. Er sei völlig überfordert. Dass die Pop- und Schlagerkonzerte überhaupt gefördert werden, hatte der AfD allerdings auch nicht gepasst. Mit der Kritik war man damals nicht alleine. Auch die Linke oder etwa der Bund der Steuerzahler fanden es befremdlich, dass kommerzielle Auftritte von Sängern wie Adel Tawil, Chris Norman oder Anastacia bezuschusst werden.

10000 verkaufte Karten als Ziel

Warum zwischen der Zusage und der Auszahlung der Gelder Monate vergehen, begründet Dahlemann mit der formalen Abrechnung. „Ich habe eine Förderzusage gegeben. Dabei bleibt es auch. Aber die Verwaltung muss dann eben auch noch das ein oder andere klären“, sagte er auf Nachfrage. Und die herbe Kritik der AfD teilt nicht mal der Veranstalter selbst. „Klar wünscht man sich, dass manche Dinge in den Behörden schneller geklärt werden. Aber ich habe die Zusage und ich habe keinen Grund daran zu zweifeln“, sagt Marcel Glöden.

Für das Schlagerfestival am 28. Juli in Anklam kosten die Karten 50 Euro und mehr. Nach Angaben des Veranstalters seien bereits mehrere Tausend Karten verkauft. Er sei zuversichtlich, dass es am Ende wie angepeilt 10.000 Besucher werden.

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