ANKLAMER HAFEN

Hochwasser verzögert Staudamm-Arbeiten

An der Peene werden im Sinne des Naturschutzes Staudämme gebaut. Die Arbeiten am Anklamer Hafen und im Land dauern aber noch länger als geplant. Der Fluss hat Hochwasser.
Trotz starken Windes und Regens war am Dienstag auf der Peene bei Anklam ein 50 Tonnen schwerer Autokran im Einsatz.
Trotz starken Windes und Regens war am Dienstag auf der Peene bei Anklam ein 50 Tonnen schwerer Autokran im Einsatz. Dennis Bacher
Anklam.

Sturmtief „Sabine“ hat sich mittlerweile zwar verzogen, am Dienstag blieb es in der Region aber weiterhin sehr windig bis stürmisch und vor allem nass. Dennoch waren am Vormittag Bauleute am Anklamer Hafen damit beschäftigt, die Verlademaßnahmen von mehr als 100 Kiefernholzstämmen fortzuführen, mit denen an anderer Stelle im Anklamer Land Staudämme errichtet werden.

Auch ein 50 Tonnen schwerer Autokran trotzte den starken Böen am Hafen. Der Wind habe auf die Arbeiten mit dem Kran keinen großen Einfluss gehabt, sagte der zuständige Bauleiter der ausführenden Firma „Colcrete von Essen GmbH & Co. KG“ aus Ueckermünde. Dennoch sei ein Fachmann vom „Krandienst Lange“ aus Grimmen vor Ort gewesen. „Wenn es ihm zu heikel wird, bricht er sofort ab“, hieß es.

Vier Staudämmen entlang der Peene

Entlang der Peene werden aktuell vier Staudämme errichtet beziehungsweise ausgebessert. Dabei handelt es sich um eine Ausgleichsmaßnahme für die Errichtung des Labors des Reifenherstellers „Continental“ im Dezember 2018. Dadurch sollen Eingriffe in die Umwelt durch Naturschutzmaßnahmen an anderer Stelle kompensiert werden.

Ursprünglich plante die Stadt Anklam, die Maßnahmen in Anklam und östlich der Hansestadt, am Peene-Abschnitt zwischen dem Bargischower Ortsteil Gnevezin und der B 110, spätestens bis zum Ende des Monats abzuschließen. Daraus wird nun aber vermutlich nichts. Der Grund für die Verzögerung: Hochwasser.

Wasserpegel der Peene teils einen halben Meter über Normal

Normalerweise liegt der Wasserpegel der Peene in Anklam etwa bei 5,16 Meter (Mittelwert). Im vergangenen Monat lagen die Werte allerdings größtenteils über dem Mittelwert, so hatte der Fluss am vergangenen Mittwoch einen Höchstwert von 5,68 Metern vorzuweisen.

Zwar seien laut Katharina Häusler vom städtischen Bauamt bereits zwei der vier Staudämme fertiggestellt worden, doch der hohe Wasserstand gestalte die Ausbesserung beziehungsweise Errichtung der übrigen beiden Dämme derzeit als schwierig. Darüber, wann die Maßnahmen letztlich genau abgeschlossen werden, könne daher aktuell keine Auskunft gegeben werden, so Häusler.

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