STRAßENSCHÄDEN

Hoffnungsschimmer für marode Kreisstraßen

Zwei Listen, ein Problem: Der Landkreis hat kein Geld, um seine schlimmsten Straßen auch nur ansatzweise in Ordnung zu bringen. Ein kleiner Umweg könnte dabei Hilfe versprechen. Der hat aber auch einen kleinen Haken.
Matthias Diekhoff Matthias Diekhoff
Ob die Kreisstraße 60 zwischen Japenzin und Rehberg mit Mitteln aus Schwerin saniert werden könnte, wird derzeit geprüft.
Ob die Kreisstraße 60 zwischen Japenzin und Rehberg mit Mitteln aus Schwerin saniert werden könnte, wird derzeit geprüft. Matthias Diekhoff
Vorpommern.

Einige Jahre hat es gedauert, bis es eine Prioritätenliste für den Ausbau der Kreisstraßen in Vorpommern-Greifswald gab. Und einige Jahre wird es wohl auch noch dauern, bis diese tatsächlich in Angriff genommen werden. Denn vor den 60 Kreisstraßen auf dieser Liste, die zum Teil schon jetzt kaum noch befahrbar sind, stehen noch 56 andere Kreisstraßen auf einer so genannten Null-Liste, deren Planung bereits weit fortgeschritten ist oder die bereits saniert werden.

Für einige der Kreisstraßen auf der Prioritätenliste, die eigentlich erst frühestens 2025 dran wären, gibt es jetzt einen Hoffnungsschimmer. Das allerdings nur, wenn sie zu Gemeindestraßen herabgestuft und im Rahmen des ländlichen Wegebau saniert würden. Dann nämlich könnte der größte Teil der Kosten vom Schweriner Landwirtschaftsministerium übernommen werden, während der klamme Kreis die vergleichsweise geringen Eigenmittel der Gemeinde zahlt, erklärt Günther Jikeli, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion.

Allerdings hat das Modell ländlicher Wegebau auch einen Haken: Wenn eine Kreisstraße zur Gemeindestraße wird, ist die Gemeinde auch für deren Unterhaltung zuständig. Wobei allein schon der Winterdienst zu einer finanziellen Herausforderung werden könnte.

 

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