Tierquälerei

Hündin in Greifswald „entsorgt” – Peta setzt Belohnung aus

Ein Einsatz, der selbst langjährigen Tierrettern die Tränen in die Augen trieb: Ein stark abgemagerter Jack Russel Terrier wurde in eine Tüte gewickelt in Greifswald ausgesetzt.
Greifswald

„Immer wenn wir denken, wie hätten schon alles gesehen, werden wir zu einem Einsatz gerufen, der alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt.” So schilderte die Tierrettung Greifswald Anfang der Woche auf Facebook einen Vorfall im Süden der Hansestadt: Dort hatte ein Passant eine bis auf die Knochen abgemagerte Jack-Russel-Hündin gefunden – eingewickelt in eine Plastiktüte.

„Die Hündin wog gerade noch 4,2 kg, ein Gewicht, mit dem sie die nächsten 24h unversorgt nicht überlebt hätte”, schreiben die Tierretter. „Wir sind erschüttert darüber, wie achtlos und grausam manche Menschen mit Tieren umgehen.” Der Einsatz habe selbst langjährigen Tierrettern die Tränen in die Augen getrieben.

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1000 Euro Belohnung

„Der Anblick der abgemagerten Hündin lässt jeden Tierfreund geschockt zurück”, sagt auch Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei der Tierrechtsorganisation Peta. Um die Tat aufzuklären, setzen die Tierrechtler nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro aus für Hinweise, die den Tierquäler überführen. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei Greifswald unter der Telefonnummer 03834-5400 sowie direkt an Peta unter 0711-8605910 oder per E-Mail zu wenden.

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„Der Hundehalter hätte genug Verantwortungsbewusstsein zeigen und ein Tierheim oder einen Tierschutzverein um Hilfe bitten sollen. Die Vierbeinerin einfach auszusetzen und einem ungewissen Schicksal zu überlassen, ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden”, so Hoger.

Die kleine Hündin wird derweil unter medizinischer Beobachtung in einer Pflegestelle aufgepäppelt.

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