Leuchtturmprojekt für Vorpommern

Ikareum erhält Millionen für den Innenausbau

Für insgesamt gut 3,15 Millionen Euro sollen unter anderem Emporen in das Kirchenschiff der Nikolaikriche in Anklam eingebaut werden. Bund und Land fördern das Großprojekt.
Das Ikareum ist das größte Zukunftsprojekt in der Region Anklam
Das Ikareum ist das größte Zukunftsprojekt in der Region Anklam. ZVG
Anklam

Es ist ein Paukenschlag für das Ikareum: Bund und Land fördern das Anklamer Großprojekt nun mit 2,84 Millionen Euro und setzen damit einen wichtigen Impuls, für die Gesamtfinanzierung des geschätzt 30 Millionen Euro Leuchtturmprojektes für Vorpommern. Das Geld soll für den Innenausbau verwendet werden – konkret unter anderem für den Einbau von Emporen im Kirchenschiff. „Für die Einbauten in der Nikolaikirche werden verloren gegangene historische Bauteile wie Emporen und Orgel wiederaufgenommen und neu interpretiert. Der Aufzug wird sich am Eingang zum Mittelschiff befinden, wo im historischen Kontext der Nikolaikirche die Orgel eingebaut war. Er wird so als neues Element das Kirchenschiff auf seiner Westseite als vertikaler Einbau ergänzen. Die Dreiteilung des Kirchenraums entspricht thematisch der Gliederung des Museums”, heißt es zu dem Bauvorhaben.

Bund und Land ziehen an einem Strang

„Es freut mich sehr, dass die Kulturstaatsministerin des Bundes das Anklamer Ikareum mit 1,58 Millionen Euro fördert. Zur Unterstützung des Projekts hatte ich die Kulturstaatsministerin nach Anklam eingeladen und bin froh, dass ich sie gemeinsam mit den regionalen Vertretern von der bundesweiten Bedeutung der vorpommerschen Pläne überzeugen konnte. Es ist gut, dass Bund und Land bei diesem Vorhaben gemeinsam an einem Strang ziehen. Es handelt sich um einen erneuten handfesten Beleg, dass die oft so abstrakte Bundespolitik eben nicht nur auf der Berliner Bühne stattfindet, sondern auch konkret vor Ort wirksam werden kann”, sagt Bundestagsabgeordneter Philipp Amthor (CDU), zu dessen Wahlkreis Anklam zählt.

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Von Landesseite aus äußert sich Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) wie folgt: „Kontinuierlich arbeiten wir an der Umsetzung des Anklamer Dreiklangs. Bei der Schwimmhalle geht es sichtbar voran und auch beim Schulcampus ist die Baugrube fertiggestellt und die Erdarbeiten sind abgeschlossen. Diese nächste Etappe für das Ikareum ist eine echte Wertschätzung für alle Akteure vor Ort. Der Emporenbau ergänzt die so wichtige Interreg-Förderung (Anmerkung der Redaktion: europäisches Förderprogramm) im Kirchenschiff. Somit können wir auch bei weiteren Teilförderungen, wie dem Riegelbau vorankommen. Es ist und bleibt das I-Tüpfelchen in Anklams Stadtumbauprozess, das als eines der Großprojekte der Landesregierung ganz Vorpommern voranbringt.”

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Auch für Anklams Bürgermeister Michael Galander ist dies ein wichtiger Schritt für die weitere Realisierung des Kirchenumbaus. „Diese Förderung hilft uns auch bei weiteren Teilförderungen voranzukommen. Planerisch sind wir so weit, dass wir zügig mit den Bauarbeiten beginnen können“, sagt er.

Insgesamt umfasst die nun sichergestellte Finanzierung 3,159 Millionen Euro für den Projektabschnitt. Davon steuert 1,579 Millionen Euro der Bund als Investition für nationale Kultureinrichtungen in Deutschland bei. Das Geld kommt aus dem Aufgabenbereich der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Die Landesregierung kofinanziert den Antrag mit 1,263 Millionen Euro. Damit bleibt für die Stadt Anklam ein zehnprozentiger Eigenanteil von 316 000 Euro für diesen Bauabschnitt.

 

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