Im Kirchenschiff wird derzeit an mehreren Stellen gleichzeitig gebaut.
Im Kirchenschiff wird derzeit an mehreren Stellen gleichzeitig gebaut. Anne-Marie Maaß
Die neue Bauamtschefin Susan Bienert startet in Anklam mit dem Ikareum gleich mit einer echten Großbaustelle.
Die neue Bauamtschefin Susan Bienert startet in Anklam mit dem Ikareum gleich mit einer echten Großbaustelle. Anne-Marie Maaß
An der Südostseite des Seitenschiffs muss teilweise im Sockelbereich das Mauerwerk erst noch saniert werden, dies geschie
An der Südostseite des Seitenschiffs muss teilweise im Sockelbereich das Mauerwerk erst noch saniert werden, dies geschieht unter archäologischer Begleitung. Im Vordergrund ist dagegen die bereits erfolgte Mikrobohrpfahlgründung für die geplanten Emporen zu sehen. Anne-Marie Maaß
Leuchtturmprojekt

Ikareum mausert sich zur Großbaustelle

Lange Zeit galt der Umbau der Nikolaikirche zum Ikareum als Vision der Stadt Anklam. In diesem Jahr soll es nun sichtbar vorangehen.
Anklam

In diesem Jahr sollen deutliche Baufortschritte an und in der Anklamer Nikolaikirche sichtbar werden. Dafür wird schon jetzt ordentlich geschuftet. Derzeit laufen in der Kirche die Vorbereitungen für den neuen Fußboden.

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Ehe dieser in die Kirche kommt, müssen allerdings aktuell noch die Fundamente für die geplanten Emporen im südlichen Seitenschiff vorbereitet werden. Die Mikropfahlgründungen dafür wurden bereits gesetzt. Sie reichen bis zu acht Meter tief in den Erdboden. Die Emporen selbst sollen dann im kommenden Jahr eingebaut werden.

Münzen und Knochen gefunden

Begleitet wird der Bau zudem immer wieder von archäologischen Untersuchungen. Diese haben bislang im Kirchenboden schon Münzen und Knochen ans Licht gebracht, die fachmännisch gesichert und bewertet wurden. Einen genauen Blick will die zuständige Archäologin zudem auch bei der Instandsetzung des Mauerwerks im Sockelbereich an der Südostseite werfen

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Das alte Gemäuer muss an dieser Stelle zum Teil verstärkt und restauriert werden. Genutzt werden dazu zum Teil noch alte Ziegel, die sich bei den bisherigen Bauarbeiten im Boden des Kirchenschiffs fanden. Im nördlichen Seitenschiff sind die vorbereitenden Maßnahmen für den Fußboden und am Mauersockel soweit abgeschlossen.

Ab April Tiefbau an der Nordseite

Als nächste Baulose stehen somit im Kirchenschiff die Vergabe für die Estricharbeiten, den Metallbau und die Verlegung des neuen Fußbodens an. Die Auswahl des Steinguts wurde bereits in Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt getroffen und soll dem historischen Bodenbelag, der noch im Eingangsbereich der Kirche erhalten ist, nahekommen. Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten dann abgeschlossen werden.

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Parallel zu den Arbeiten in der Kirche soll im April dann auch schon außen an der Nordseite mit den ersten Schritten für das regionale Informations- und Tourismuszentrum (Ritz) begonnen werden.

Dort stehen zunächst der Spezialtiefbau und die archäologischen Untersuchungen an. Letztere, das haben bereits Voruntersuchungen ergeben, werden voraussichtlich noch einmal deutlich umfangreicher und sollen ebenfalls über mehrere Monate baubegleitend erfolgen.

Hoffnung auf Fördermittel für Turmspitze

Eine wegweisende Entscheidung könnte zudem noch in diesem Monat vom Bund kommen – dann sollen die diesjährigen nationalen Projekte des Städtebaus ausgewählt werden. Anklam hofft in diesem Zug darauf, Fördermillionen für die neue Turmspitze zu erhalten.

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