PLÄNE MIT DER ALTEN SCHMIEDE

In Stolpe an der Peene entsteht eine neue Attraktion

Der Ort an der Peene könnte bald ein Ausflugsziel mehr haben. Jetzt ist dort der Zuwendungsbescheid für eine „Erlebnisschmiede am Fluss“ eingegangen. Was genau ist dort geplant?
Freundeskreis mit Dame: Hoteldirektorin Franziska Grimm und Bürgermeister Marcel Falk (links) freuen sich über den Z
Freundeskreis mit Dame: Hoteldirektorin Franziska Grimm und Bürgermeister Marcel Falk (links) freuen sich über den Zuwendungsbescheid. Matthias Diekhoff
Stolpe an der Peene.

Wenn alles so kommt, wie es kommen soll, dann wird der Gesang des Ambosses in der alten Schmiede von Stolpe künftig wieder öfter zu hören sein. Schon seit einiger Zeit gibt es die Idee, die historische Gutsschmiede an der Peene wieder mit Leben zu erfüllen. Inzwischen hat sich auch schon ein Freundeskreis der Klosterschmiede gebildet, der die Gründung eines Vereins beabsichtigt. Der will dann als Betreiber der Schmiede auftreten.

Auch der Besitzer des Gutshauses Stolpe, Kurt Stürken, war Feuer und Flamme von der Idee, sodass er im November 2018 im Rahmen eines Leader-Projektes einen Förderantrag für die „Erlebnisschmiede am Fluss“ einreichte. Nun kam der Zuwendungsbescheid über 80.000 Euro, die rund 80 Prozent der insgesamt veranschlagten Summe für das Projekt abdecken.

Es ist viel zu tun

Die Schmiede, die noch fast im Originalzustand erhalten ist, wurde vor der politischen Wende noch regelmäßig für anfallende Arbeiten genutzt, danach nur noch sporadisch. Alle Gerätschaften, die für Schmiedearbeiten notwendig waren, sind noch da, ebenso wie Bohrmaschine, Schleifbock und Federhammer, die mit Transmissionsriemen betrieben werden.

Um einen regelmäßigen Betrieb zu gewährleisten, der auch den notwendigen Arbeitsschutz berücksichtigt, und den Feldsteinbau zu sanieren, sind allerdings Investitionen nötig. Unter anderem sollen die Maschinen überholt, das Schmiedefeuer neu gebaut werden, der Boden der Schmiede ausgetauscht und der Innenraum renoviert werden. Zudem sind Dach und Schornstein reparaturbedürftig. Nicht zuletzt sollen notwendige historische Vorrichtungen wie Amboss, Kegel, Zangen und Hämmer dazugekauft werden, heißt es im Antrag zum Projekt.

Frauen könnten hier ihren eigenen Schmuck schmieden

Die Liste der Aktivitäten, für die die Schmiede dann aber zur Verfügung stehen soll, ist noch wesentlich länger. Zunächst soll natürlich Wissen über ein traditionelles und fast schon ausgestorbenes Handwerk vermittelt werden, das jungen Menschen durchaus zur Berufsorientierung dienen könnte. Unter anderem sind Workshops möglich, bei denen Frauen Schmuck schmieden und mit anderen Materialien kombinieren. Interessierte könnten sich ihre eigenen Messer anfertigen oder auch Ornamente und Blumen für den heimischen Hof. Hobbyschmiede könnten sich dort treffen und auch Profis, um ihrer Leidenschaft nachzugehen. Und nicht zuletzt soll die alte Schmiede auch eine weitere Attraktion für den Ort Stolpe an der Peene selbst werden, in deren Veranstaltungen die Dorfgemeinschaft mit einbezogen wird.

Auch das Gutshaus Stolpe sieht in einer aktiven Schmiede ein Pfund, mit dem es zu wuchern gilt. Mitternachtsschmieden zur Sommersonnenwende oder das traditionelle Bleigießen am Neujahrstag sollen regelmäßig wiederkehrende Events sein.

Wer kann Werkzeuge und Geräte abgeben?

Bei der Frage, wann in der Erlebnisschmiede am Fluss die ersten Funken sprühen werden, zeigt sich der Stolper Bürgermeister Marcel Falk gewohnt optimistisch: „In diesem Jahr noch.“ Schon jetzt allerdings könne sich an den Freundeskreis, dem auch der Bürgermeister angehört, wenden, wer zum Beispiel Werkzeuge und Gerätschaften aus alten Schmieden in gute Hände abzugeben hat. Dabei steht ein Gerät ganz oben auf der Wunschliste der Freunde der „Klosterschmiede“: ein Blasebalg für das Schmiedefeuer.

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Kommentare (1)

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