Vorzeitiger Baustart erteilt

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Jetzt geht‘s dem Broocker Schlossdach an die Balken

Blick auf das Schloss Broock von der Parkseite.
Blick auf das Schloss Broock von der Parkseite.
Ulrike Rosenstädt

Der vorzeitige Baustart ist bewilligt. Nun können die Kräne auf dem Schlossgelände in Broock anrücken. Auch die ersten Fördermittel werden wohl demnächst fließen.

Dieser Sommer hat ganz offensichtlich gute Nachrichten im Gepäck. Jedenfalls für das Team, das sich vorgenommen hat, das Schloss Broock zu retten. Nachdem die neuen Besitzer, Monika und Stefan Klinkenberg, eine Zusage für die künftige Nutzung des Schlossensembles als Veranstaltungsort, erhalten hatten, flatterte jetzt eine weitere Zusage per Post ins Büro der Klingenbergs: „Das Landesamt für Denkmalpflege hat die Genehmigung für einen förderunschädlichen vorzeitigen Maßnahmenbeginn erteilt. Damit ist für uns der Startschuss für die anstehende Notsicherung gefallen“, übersetzt Schloss-Broock-Projektleiter Christian Schmidt die Beamtensprache ins Verständliche.

Er hofft und bangt er, dass sich nicht noch weitere morsche Balken lösen, sich marode Schlossdachteile selbstständig machen. Doch dazu wird es hoffentlich nicht mehr kommen, denn „wir rechnen mit dem Baustart gegen Ende August, spätestens Anfang September“, kündigte Christian Schmidt an.

Fördermittel vom Land und vom Bund

Dann gehe es Schritt für Schritt los: Zunächst wird eingerüstet, dann rücken die Kräne an, damit die historischen Ziegeln abgenommen werden können. „Es sind zum Glück noch Ziegel aus der Erbauungszeit um 1770 erhalten. Gegen 1772 muss das Dach einst gedeckt worden sein“, weiß Christian Schmidt. Zu den historischen Zeitzeugnissen, die im Zuge der Sanierung unbedingt erhalten werden sollen, zählen zudem die Schornsteinzüge. Diese zeugen von einer unheimlichen Konstruktions-Leistung der damaligen Zeit.

Dennoch wird es keine leichte Aufgabe, dem vom Schwamm befallenen Dach nahe zu kommen. Aus diesem Grund werden hauptsächlich Kräne eingesetzt. „Es ist Gefahr in Verzug und deshalb auch so unheimlich wichtig und gut, dass wir mit den ersten Bauarbeiten beginnen können“, betonte der Projektleiter.

Doch auch wenn der positive vorzeitige Maßnahmenbeginn erteilt wurde, bedeute das noch nicht, dass die Fördermittelsumme, sowohl das Land als auch der Bund werden sich jeweils mit rund 360 000 Euro an dieser ersten baulichen Notsicherungsmaßnahme beteiligen, bereits auf dem Konto der Bauherren eingegangen ist. „Doch wir teilen den Optimismus unseres Projektleiters, sind davon überzeugt, dass die ersten Mittel schon bald eintreffen“, bestätigen jetzt auch die Schlosseigentümer Stefan und Monika Klinkenberg.