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Jugendbeirat: In Ducherow klappt es, in Anklam nicht

In Ducherow klappt’s mit dem Jugendbeirat (hier beim letzten Treffen). Auch im Kreis soll es bald so einen Rat geben.[KT_CREDIT] FOTO: ZVG

VonAnja RauundRico ClemenDie Jugend besser ein- binden. Erfahren, was sie überhaupt will. Das ist das Ziel von Jugendbeiräten.In Ducherow funktioniert es, ...

VonAnja RauundRico Clemen

Die Jugend besser ein- binden. Erfahren, was sie überhaupt will. Das ist das Ziel von Jugendbeiräten.
In Ducherow funktioniert es, für den Landkreis soll es bald einen geben – bloß Anklam hat keinen.

Anklam/ducherow.„Momentan fehlt es uns einfach an Jugendlichen, die sich interessieren und vor allem engagieren“, sagt Beatrix Wittmann-Stifft von der Stadtverwaltung. „Wir würden uns aber freuen, wenn es wieder einen Jugendbeirat in unserer Stadt gibt.“ Selbstverständlich sei die Verwaltung behilflich, würde engagierte Jugendliche fördern und begleiten.
Die Gemeinde Ducherow ist da schon weiter. Der Lehramtsstudent Peter Hoffmann ist dort zweimal im Monat für fünf Kinder im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren verantwortlich. Gemeinsam mit den Kindern und seiner Kollegin Susann Forst plant er Projekte, erstellt Tagesordnungen. Sein Erfolgsrezept: „Wir reden auf Augenhöhe mit den Kindern.“ Alles wird demokratisch entschieden. Zusammen wurde bereits der Jugendklub unterstützt und eine Fahrt zu einem Kongress nach Stuttgart unternommen. Um herauszufinden wo der Schuh drückt, werden regelmäßig Umfragen an den Schulen der Kinder durchgeführt. Ducherow aktiv mitzugestalten, ist das große Ziel.
Das erhofft sich auch Wittmann-Stifft von einer Jugendvertretung: „Wir wollen die Meinung der jungen Leute hören. Nur dann wissen wir, was sie wirklich beschäftigt.“ Sie legt wert darauf, dass die Kinder dabei keine Profis sein müssen, weder in Politik noch in Verwaltung. Kinder ab zwölf Jahren sind also aufgerufen, gemeinsam mit der Stadtverwaltung einen Jugendbeirat zu initiieren.
In Ducherow wünscht sich Hoffmann mehr Aufmerksamkeit für Jugendbeiräte und deren Engagement. Es sei wichtig, mehr junge Menschen für die Region zu begeistern. „Wenn wir die Kinder nicht kriegen, geht hier alles ein“, meint Hoffmann.
Auch der Kreis möchte daher aus den bestehenden Jugendvertretungen einen Kreisjugendbeirat stellen. Neben Ducherow engagieren sich auch in Pasewalk,
Ueckermünde und Penkun bereits Jugendliche für ihr Leben in der Gemeinde.