Am Dienstag wird der verfolgten und deportierten Jüdinnen und Juden aus Anklam bei einem gemeinsamen Rundgang gedacht.
Am Dienstag wird der verfolgten und deportierten Jüdinnen und Juden aus Anklam bei einem gemeinsamen Rundgang gedacht. Schulz, Philipp
Die Stolpersteine am ehemaligen Standort der Anklamer Synagoge sind vor etwa zwei Jahren durch Spenden ermöglicht worden.
Die Stolpersteine am ehemaligen Standort der Anklamer Synagoge sind vor etwa zwei Jahren durch Spenden ermöglicht worden. Nun will das Jugendparlament der Reichspogromnacht 1938 gedenken. Anne-Marie Maaß
Gedenken und Geschichte

Jugendparlament erinnert an Reichspogromnacht

In Gedenken an die verfolgten und ermordeten Juden während der Reichspogromnacht im November 1938 will das Jugendparlament gemeinsam Rosen auf den Stolpersteinen niederlegen.
Anklam

In Gedenken an die Reichspogromnacht 1938 und die verfolgten, eingesperrten und ermordeten Juden in der NS-Zeit ruft das Anklamer Jugendparlament zum gemeinsamen Erinnern und Rosen niederlegen an den insgesamt neun Stolpersteinen in Anklam auf.

Aufstehen gegen Antisemitismus, Hass und Spaltung

Gemeinsam mit dem Demokratie-Laden, dem Demokratiebahnhof und dem Bündnis „Anklam für Alle”, will der Initiator und Vorsitzender des Jugendparlaments der Hansestadt Anklam, Domenik Thrun, ein Zeichen setzen: „Wir dürfen niemals vergessen, müssen zuhören und jederzeit aufstehen gegen Antisemitismus, Hass und die Spaltung unserer Gesellschaft”, so JuPa-Vorsitzender Domenik Thrun und plädiert außerdem dafür, an die gemeinsame Verantwortung zu erinnern.

Neben dem Rosenniederlegen sollen auch verschiedene Briefe von deportierten Jüdinnen und Juden verlesen werden, heißt es in der Ankündigung. Treffpunkt für die Gedenkrunde ist am Dienstag, den 9. November, um 16 Uhr am Südende der hölzernen Fußgängerbrücke an der Peene in Anklam.

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