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Kampfhund attackiert Anklamerin

American Staffordshire Terrier gelten als gefährliche Rasse. Warum, wurde am Samstag in Anklam deutlich.
American Staffordshire Terrier gelten als gefährliche Rasse. Warum, wurde am Samstag in Anklam deutlich.
Rainer Jensen / NK-Archiv

Ein Spaziergang im Stadtpark endete für eine 47-Jährige im Krankenhaus. Ein Kampfhund hatte sie angefallen. Der Vorfall wird für den Tierhalter Konsequenzen haben.

Für eine Anklamerin war es ein blutiger Spaziergang im Stadtpark: Wie die Polizei auf Nordkurier-Nachfrage bestätigte, ist eine 47-Jährige in der Parkallee von einem Hund angefallen worden. „Das Tier hat sich in den rechten Unterarm verbissen“, sagt Polizeisprecher Axel Falkenberg. Mit Riss- und Quetschwunden musste sie im Krankenhaus behandelt werden.

Am späten Sonnabend war die Frau mit ihrem eigenen Hund in Richtung Leipziger Allee unterwegs. Auf der anderen Straßenseite: ein 26-jähriger Anklamer mit seinem Hund. Das Tier sei plötzlich über die Straße gerannt und habe sich aggressiv verhalten. Um den eigenen Hund zu schützen, nahm die Anklamerin das Tier auf den Arm. Der Angreifer attackierte daraufhin die Frau, riss sie um und biss mehrfach zu. Der Halter rannte zwar hinterher, konnte das Tier aber nicht von seiner Attacke abbringen. Erst durch zwei weitere Passanten konnten Frau und Hund getrennt und das Tier angeleint werden.

Bei dem Angreifer handelt es sich laut Auskunft der Polizei wohl um einen Hund der Rasse „American Staffordshire Terrier“. Die Einfuhr der Rasse ist in Deutschland verboten, die Haltung unterliegt strengen Auflagen. Gegen den Halter läuft nun eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung. Weil das Tier nicht angeleint war, droht ihm auch ein Ordnungsgeld. Die Polizei habe auch das Ordnungsamt eingeschaltet, hieß es. Was nun mit dem Hund geschieht, ist offen. Der Halter habe mit ernsten Konsequenzen zu rechnen.

Kommentare (8)

Hoffentlich ist der Mann Jäger. Dann bekommt er von ganz oben Recht.

NETTO76 - in Anklam bekommt man wohl eher von ganz oben Rechts Recht. Und Jäger halten sicher keine Kampfunde. Selten so einen fragwürdigen Kommetar gelesen. Hans Schommer

Ich habe ja niemals behauptet das er ein "Grüner Jäger" ist! Mit diesen Hunden kann man auch auf andere Art auf "Jagd" gehen.....Und mit dem Recht von Rechts ist das allerdings so.

Abgesehen davon, daß es eine Idiotie ersten Ranges darstellt, Hunde irgendwelcher Rassen als Kampfhund zu bezeichnen und eine Liste zu erstellen, wonach die Zucht und Haltung und steuerliche Belastung dieser Hunde sehr restriktiv gehandhabt wird, wo bereits etliche Bundesländer so eine Liste wieder abgeschafft haben, weil wissenschaftliche Erkenntnisse der Kynologie sich endlich aus Vernunftgründen durchsetzen konnten, liegt das Fehlverhalten auf beiden Seiten: Wenn Hunde, egal welcher Rasse, nicht sozialisiert sind (Hunde- und Menschenkontakte ausbilden), werden Dackel und mexikanischer Nackthund sich ebenso ineinander verbeißen oder Frauchen bzw. Herrchen angreifen, wenn diese das "Objekt der Begierde" - den Hund auf dem Arm - erreichen möchten. Es ist absolut unsinnig zu glauben, der vermuteten Gefährdung des eigenen Hundes entgehen zu wollen, wenn er auf den Arm genommen wird. Den Hund auf dem Boden lassen, und zwar ohne Leine - die Hunde sind wesentlich schneller imstande als ein Mensch, die Situation zu klären, und zwar, in dem sich der vermeintlich Rangniedere von ganz allein auf den Rücken legt. Dann tritt beim anderen Hund eine Beißhemmung ein. Niemals sind in der freien Natur Wölfe mit tödlicher Energie übereinander hergefallen. Eine klare Rudelstruktur schützt jedes einzelne Tier. Aber da der Mensch in den meisten Fällen zum Einzelgänger geworden ist, und aus diesem Grund kaufen sich etliche ein Haustier, bleibt er selbst und damit sein Hund isoliert und lebt nicht in Gemeinschaft mit anderen Menschen und Hunden, so daß sich Strukturen und positive Verhaltensweisen wie Befähigung zur Unterordnung nicht ausprägen konnten. Bei entsprechender Ausbildung kann ich aus jedem Hund einer beliebigen Rasse einen Hund machen, der sich nicht unterordnet und drauf los beißt. Genau aus diesem Grund bevorzugen Menschen bestimmter sozialer Randgruppen Hunde bestimmter Rassen, wie eben auch American Staffordshire Terrier, um ihr geringes Selbstwertgefühl aufzuwerten und sie als Waffe einzusetzen. Im Grunde genommen haben Hunde, die gemeinhin als Kampfhunde bezeichnet werden, eine besonders hoch liegende Reizschwelle, sprich, ehe sie aus der Ruhe gebracht werden können, muß schon etwas Erhebliches passieren. Aber die Phase einer einmal eingenommenen Position der Erregung hält relativ lange an. So kann jeder Rasse eine Spezifik zugeordnet werden, von der ein Laie Hundehalter Müller und Meier niemals eine Ahnung bekommt. Ich befürworte den Erlaß einer Verordnung, wonach ein jeder Hundehalter eine Ausbildung und Prüfung zum Hundeführerschein absolvieren müßte. Einerseits angebliche Tierliebe beim Kauf hochwertigsten Futters abseits jeglicher Vernunft ("Mein Hund frißt Fleisch nur vom argentinischen Rind") oder Zubehörteile wie edelsteingeschmückte Halsbänder....andererseits von Tierpsychologie / Kynologie keine Ahnung, das paßt nicht zusammen.

Es sind nicht "etliche" sondern nur genau zwei Bundesländer (Niedersachsen und Schleswig-Holstein) in denen es keine Rasselisten gibt. Und auf den Listen aller anderen Länder ist der American Staffordshire Terrier als gefährlich eingestuft. Als Kampfhunde werden diese Hunde bezeichnet weil sie eben für tödliche Kämpfe gezüchtet wurden was Hunde sonst nicht tun würden. Was den vorgeschlagenen Befähigungsnachweis für Hundehalter angeht stimme ich Ihnen allerdings zu, denn die Ursache für solche Probleme befindet sich oft nicht nur an einem Ende der Hundeleine.

Was soll diese Taschenbuchausgabe von Text? Der Hund war nicht angeleint und biss eine Frau. Die Frau ist Rudelführer des angegriffenen Hundes und verteidigte ihr Rudel und ihre Stellung im Rudel gegen rudelfremde Hunde. Richtig ist, dass es egal ist ob man den Angreifer Kampf- oder Schosshund nennt. Leider gilt es als persönlicher Angriff gegen den Rudelführer des angreifenden Hundes, wenn man den angreifenden Hund mit einem kräftigen Stiefeltritt vom eigenen Rudel fernhält.

Der Frau wünsche ich zunächst alles Gute. An den Verfasser des Artikels. Wann hört diese dumme Rassediskreminierung auf? Längst ist wissentschaftlich bewiesen, das diese Hunde keine gesteigerten Agressionen besitzen (TiHo Hannover). Diverse Beißstatisken untermauern dies! Und das es bis jetzt nur zwei Bundesländer sind, die Abstand von diesen Rasselisten genommen hat, beweißt doch nur wie Träge unsere Gesellschaft ist, weil sie durch solche schlecht recherchierten Berichte immer noch das Monster "Kampfhund" vorgesetzt bekommt! Keine Randgruppe darf in Deutschland kritisiert werden (zurecht) aber Hunde einer bestimmten Rasse darf man einfach alle in einen Sack werfen - gegen jede Vernunft, gegen jeden wissentschaftlichen Beweis"

Wie genau ist das dort wirklich abgelaufen? Wie verhielt sich der Hund der 47 Jährigen? Es ist wieder so typisch. Kampfhunde.. pff. Es ist wenn dann ein Listenhund und so etwas hätte bei jeder Rasse passieren können! !! Die Dame hat einen entscheidenden Fehler gemacht. Sie nahm ihren Hund auf den Arm. Und ein Hund greift nicht ohne Grund einen anderen Hund an. Dazu ggehören immer 2. Davon ab ist es vollkommen egal welche Rasse es war. Jeder Hund kann beissen. Von klein bis groß. Gäbe es diesen Artikel auch, wenn es ein Labrador, Schäferhund oder eine andere Rasse gebissen hätte? Ich glaube wohl kaum. Diese hetze macht mich krank! Die schuld liegt in diesem Fall bei beiden Parteien. Das sollte mal klar festgehalten werden. Und vllt. Wissen es ja nicht viele. Aber diese sogenannten Kampfhunde sind echte Familienhunde. Und sie lieben, spielen, toben, essen, schlafen wie alle anderen hunde auch. Wir sind doch so ein Weltoffenes Land. Dann fangt auch mal bei den Rassen an. Schaltet euer blödes Schubladendenken aus. ERST KENNENLERNEN DANN URTEILEN HEIßT ES DOCH!! DANN FANGT AUCH MAL DAMIT AN! wie oft beissen kleine Hunde? Wie oft beissen Schäferhunde? Oft! Und schiebe ich sie deswegen in eine schublade und Stempel sie ab? Nein! Denn es liegt nicht an der rasse, sondern immer am halter.