FKK-Chefin Dörte Müller begrüßte am Samstagabend im Spantekower Bürgerhaus zu einem ganz besonderen
FKK-Chefin Dörte Müller begrüßte am Samstagabend im Spantekower Bürgerhaus zu einem ganz besonderen Filmabend. Anne-Marie Maaß
Das Filmmaterial geht zurück bis 1974.
Das Filmmaterial geht zurück bis 1974. Anne-Marie Maaß
Ein Kinoabend für echte Faschingsfreunde des FKK Spantekow wurde am Samstag geboten.
Ein Kinoabend für echte Faschingsfreunde des FKK Spantekow wurde am Samstag geboten. Anne-Marie Maaß
Besonderer Faschingsabend

Karneval-Kino in Spantekow

„Geschichten aus der Jugendzeit” hätte es in dieser Faschingssession für den FKK Spantekow heißen sollen. Stattdessen gab es nun einen Filmabend.
Spantekow

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen und manchmal eben auch eine besonders pfiffige Idee. Und die hatten die Karnevalisten des FKK Spantekow in diesem Jahr allemal: Einer großen Faschingsparty hatte das Corona-Virus samt aller damit aktuell noch geltenden Maßnahmen schon frühzeitig den Stecker gezogen und angesichts des Krieges in der Ukraine mahnen auch Faschingsverbände landauf, landab zur Mäßigung.

Fasching ohne Fasching – wie geht das?

Dies wollen auch die Spantekower berücksichtigen, allerdings ganz ohne Fasching am Samstag wollten sie doch nicht bleiben. „Natürlich sind wir mit unseren Gedanken immer wieder bei den schrecklichen Bildern aus der Ukraine und haben Mitleid mit den Menschen vor Ort”, erklärt Vereinschefin Dörte Müller. Der Krieg beschäftigt die Gemüter auch in Spantekow.

„Den Menschen die Möglichkeit zu geben, einen Abend mit einem schönen Gedanken einzuschlafen, mildert da keineswegs die Betroffenheit für die aktuelle politische Lage”, sagt sie.

Rückschau auf fast 50 Jahre Fasching

Deshalb gab es am Samstag im Bürgerhaus gut drei Stunden lang nun einen ganz speziellen Filmabend zu sehen. Dörte Müller selbst hatte dafür zunächst unzählige Stunden vor dem Bildschirm verbracht, um die besten Szenen aus fast 50 Jahre Fasching in Spantekow heraus zu suchen. Dass die Karnevalisten bereits auf Videomaterial von 1974 zurückgreifen können, verdanken sie dem Bemühen des Spantekower Filmclubs, allen voran Ferdinand Schlagner und Lothar Duchow.

Was dort aufgezeichnet wurde, ist nichts minder als ein „kulturhistorischer Wert” und „wahrer Goldstaub für Spantekow”, findet die Karnevalschefin große lobende Worte. Immerhin wurde so festgehalten, was ihre Vorgänger in den Anfangsjahren und auch danach geleistet haben, um den Verein zu etablieren und zu halten.

Es floss so manche Träne

Ein bisschen in Erinnerungen zu schwelgen, passt dabei auch zum eigentlichen Motto, das sich der FKK in diesem Jahr setzen wollte. „Geschichten aus der Jugendzeit” hätte es diese Session bei normalem Verlauf geheißen. Und die bekamen alle Anwesenden im Saal am Samstagabend nun wirklich zu sehen. „Da wird so manche Träne fließen”, hatte die Vereinschefin bereits im Vorfeld prophezeit – und sie behielt Recht.

 

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