Der Tierrettung wurde am Freitagmorgen in Müggenburg diese durch einen Armbrustpfeil schwer verletzte Katze übergeben, die kurz danach starb.
Der Tierrettung wurde am Freitagmorgen in Müggenburg diese durch einen Armbrustpfeil schwer verletzte Katze übergeben, die kurz danach starb. Tierrettung
Tierquälerei

Katze mit Armbrust-Pfeil getötet

Wer schießt in Müggenburg mit einer Armbrust auf Katzen? Die Polizei ermittelt wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und sucht Zeugen.
Müggenburg

Wegen einer verletzten Katze ist die Tierrettung am Freitagmorgen nach Müggenburg gerufen worden. Das Bild, das sich ihm dort bot, erschütterte selbst den erfahrenen Tierretter Klaus Kraft. Ein Metallpfeil hatte den schmächtigen Körper einer schwarzen Katze komplett durchbohrt.

Mit letzter Kraft hatte sich das verwundete Tier noch unter ein schützendes Auto geschleppt. Dort hatten es Anwohner entdeckt und die Tierrettung sowie die Polizei alarmiert. Obwohl die Helfer sich direkt auf den Weg zu einem Tierarzt machten, konnte der letztendlich nichts mehr für die Katze tun. Das Tier erlag seinen schweren Verletzungen.

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Pfeil als Beweismittel gesichert

Auf einem Röntgenbild machte der Tiermediziner zuvor neben dem Armbrustpfeil auch noch ein weiteres Geschoss, vermutlich ein Diabolo, aus. Letzteres steckte wahrscheinlich schon länger im Körper der Katze. Den Pfeil zumindest konnte der Veterenär aus dem Katzenkörper sichern. Er wurde der Polizei als Beweismittel übergeben, erklärt Klaus Kraft von der Tierrettung.

Dass es sich bei diesem Fall keineswegs um ein Kavaliersdelikt handele, machte Polizeisprecher Andrej Krosse deutlich. Ein so massiver Verstoß gegen das Tierschutzgesetz könne mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer hohen Geldstrafe geahndet werden. In einem ähnlichen Fall in der Hansestadt Greifswald hätte es kürzlich ein Bußgeld in fünfstelliger Höhe gegeben, erklärt er weiter.

Polizei sucht Zeugen

In Müggenburg würden nun, laut Polizeisprecher, die Ermittlungsarbeit aufgenommen, Beweise ausgewertet und Anwohner befragt. Hinweise zu dem Vorfall nimmt das Polizeihauptrevier Anklam unter 03971 251-0, die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de oder aber jede andere Polizeidienststelle entgegen.

 

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