Pächter-Suche im Volkshaus

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Kein Betreiber für Anklamer Bowlingbahn in Sicht

Noch ist für die obere Etage des Volkshauses keine Lösung gefunden worden.
Noch ist für die obere Etage des Volkshauses keine Lösung gefunden worden.
Anne-Marie Maaß

Was wird aus der Bowlingbahn im Volkshaus? Nicht ein Pächter ist bislang für die komplette Sportanlage in Sicht. Doch zumindest gibt es derzeit einen Interessenten für einen kleinen Teil der über 500 Quadratmeter großen Fläche.

Vor fast anderthalb Jahren gingen im „Bowling House“ in Anklam die Lichter aus. Seitdem wird für die rund 570 Quadratmeter im Obergeschoss des Anklamer Volkshauses und der anteiligen Toilettennutzung im Untergeschoss ein neuer Pächter gesucht. Und das sei eben nicht einfach, erklärt Susanne Bluhm, Geschäftsführerin der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft Anklam (GWA), der das Volkshaus gehört.

Derzeit gebe es allerdings Verhandlungen über einen Teil der Fläche im ehemaligen Gastwirtschaftsbereich. Dieser könnte durch Umbauten von der Bowlingbahn getrennt vermietet werden. Zum genauen Konzept und dem potenziellen Mieter will Susanne Bluhm sich nicht äußern, solange noch kein Vertrag unterschrieben wurde. Nur so viel, eine Gaststätte sei nicht mehr im Gespräch.

Hohe Nebenkosten schrecken ab

Ebenfalls nennt sie keine Summen, die bislang als Miete für die Fläche erhoben wurden. Durch den regen Betreiberwechsel zeichne sich jedoch ab, dass bislang noch kein tragfähiges Konzept für das Betreiben der Bowlingbahn gefunden wurde. Susanne Bluhm führt das auch auf die hohen Nebenkosten zurück, die sich allein aus der Größe der Fläche ergeben würden.

Nichtsdestotrotz will sie zunächst noch nicht von einem kompletten Ausbau der Bowlingbahn sprechen. Vielmehr sei die GWA bemüht, weiterhin – auch mit zukünftig vielleicht verkleinerter Fläche – einen Betreiber für die bestehende Anlage zu finden, erklärt sie. Aus den bisherigen Erfahrungen sei auch die GWA bei den Gesprächen mit einem potenziellen Mieter bereit, diesem in möglichen Vertragsverhandlungen entgegenzukommen, sagt sie. Doch auch dafür müsse es erst einmal einen Interessenten geben, ergänzt sie.

Objekt nur über spezielle Portale angeboten

Potenzielle Pächter werden derzeit allerdings auch nicht über die Internetseite der GWA und in den gängigen Immobilienportalen auf das Objekt aufmerksam. Auf der Seite der GWA ist die Bowlingbahn unter den zu vermietenden Objekten nicht zu finden, es gibt lediglich einen Verweis mit der alten Telefonnummer des geschlossenen „Bowling House“.

Auch dafür hat die Geschäftsführerin zumindest teilweise eine Erklärung parat. Die Bowlingbahn sei ein derart spezielles Objekt, dass diese nur in entsprechenden Portalen und Plattformen angeboten werde, die dafür auch geeignet seien, so Bluhm. Doch auch dort habe es bislang eben keinen Interessenten gegeben.