WARNTAG IN ANKLAM

Kein Sirenen-Alarm am Warntag in Anklam

Am Donnerstag ist der bundesweite Warntag. In Anklam wird man davon jedoch nicht viel mitbekommen – es fehlen die Sirenen.
Eine Alarmsirene steht auf einem Hausdach in Lassahn. Bei dem ersten bundesweiten Probealarm am Donnertag, den 10. September s
Eine Alarmsirene steht auf einem Hausdach in Lassahn. Bei dem ersten bundesweiten Probealarm am Donnertag, den 10. September sollen unterschiedliche Warnmöglichkeiten für den Katastrophenfall getestet werden, etwa Sirenen, Durchsagen per Lautsprecher, Mitteilungen über soziale Medien und Warn-Apps sowie digitale Werbetafeln. Jens Büttner
Anklam.

Bitte nicht erschrecken, wenn am Donnerstag um elf Uhr die Sirenen in ganz Deutschland anfangen, Alarm zu schlagen. Die Feuerwehr muss nicht ausrücken und auch der ABC-Alarm kündigt keine reale Katastrophe an. Der Warntag soll die Bevölkerung daran erinnern, wie wichtig es ist, sich mit dem Thema Alarmierung auseinanderzusetzen und auch den jüngeren Generationen die Bedeutung, Funktion und Ablauf einer Warnung in Notlagen näherbringen. Insbesondere sollen die unterschiedlichen Sirenensignale wieder bekannter gemacht werden.

Sirenen schon vor Jahren abgebaut

In Anklam selbst wird man nicht viel davon mitbekommen. Höchstens wer die Warn-App „Nina“ installiert hat, bekommt die Alarme mit. In der Hansestadt gibt es nämlich keine Sirenen mehr, diese wurden schon vor einiger Zeit abgebaut. Aktuell laufen Förderanträge, damit diese im nächsten Jahr wieder in Betrieb genommen werden. Nur in Pelsin und Stretense ertönen die Signalwarnungen über die vorhandenen Lautsprecher. „Das ist ein guter Funktionstest für die bestehenden Anlagen“, meint Bernd Lange, Leiter des Ordnungsamts in Anklam. „In Anklam selbst wird man aber nicht viel davon mitbekommen.“

Auch im Amt Anklam-Land werden die Sirenenanlagen am Donnerstag getestet. Hermann Heidschmidt vom zuständigen Ordnungsamt begrüßt die Aktion: „Viele Menschen haben seit 30 Jahren keine Sirenen mehr gehört. Es ist gut, die Anlagen zu testen, aber man muss auch die Leute wieder mit den Signaltönen vertraut machen, damit sie im Zweifel wissen, welche Gefahr droht.“ Ob auf jedem Dorf im Anklamer Umland die Sirenen zu hören sind? Nein, so die Antwort Ordnungsamt-Chef. Nicht alle 60 Dörfer werde man erreichen können, aber zumindest sind alle Gemeinden mit Sirenenanlagen ausgestattet. Teilweise sind die aber sehr alt. Wie gut sie noch funktionieren, wird sich dann zeigen.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Anklam

zur Homepage