AUSWERTUNG HANSEFEST

Kerstin Ott füllt Anklams Stadtkasse auf

Die Eintrittsgelder beim Hansefest in Anklam sollten ursprünglich nur helfen, die Veranstaltung ansatzweise kostendeckend zu gestalten. In diesem Jahr konnte sogar ein Gewinn verbucht werden – zumindest vorerst.
Anne-Marie Maaß Anne-Marie Maaß
Die Besuchermassen beim Hansefest in Anklam machten sich auch in der Stadtkasse bemerkbar.
Die Besuchermassen beim Hansefest in Anklam machten sich auch in der Stadtkasse bemerkbar. ZVG/Hansestadt Anklam
Anklam.

Mit Kerstin Ott hatten die Anklamer beim 15. Hansefest in diesem Jahr wohl auf den richtigen Stargast gesetzt. Bis zu 20.000 Besucher wurden am Festwochenende gezählt – ein neuer Rekord. Und das macht sich nun auch in der Stadtkasse bemerkbar. Nach Sichtung aller bisher eingegangenen Rechnungen ist es in diesem Jahr nicht nur gelungen, die Veranstaltung kostendeckend zu organisierten, sondern sogar einen Gewinn zu verzeichnen.

Rund 5.000 Euro kann Kämmerin Beatrix Wittmann-Stifft dort vorerst festhalten. Allerdings seien dabei nicht die Arbeitsstunden des Rathauspersonals einbezogen worden, ergänzte sie zuletzt als Erklärung im Finanzausschuss. Und da waren schon einige Mitarbeiter auf den Beinen, um die Veranstaltung vor allem am Freitagabend abzusichern.

Festgelände hätte beinahe geschlossen werden müssen

Selbst Bürgermeister Galander sprach zuletzt von einer beinahen Notsituation. Während des unerwartet großen Besucherandrangs am Freitag, als Kerstin Ott angekündigt war, stand zwischenzeitlich sogar die Überlegung im Raum, die Zugänge zum Festgelände zu schließen. So weit ist es am Ende nicht gekommen, und auch die Polizei zieht rückblickend ein positives Fazit. Der Leiter des Polizeihauptreviers in Anklam sei am Freitagabend selbst vor Ort gewesen. In Sicherheitsfragen auf dem Festgelände trage jedoch der Veranstalter die Verantwortung. Die Polizei stehe beratend zur Seite, heißt es von den Ordnungshütern zur Situation am Freitagabend.

Aus Sicht der Polizei sei die Stimmung bei den Besuchern jedoch entspannt gewesen. Da auf dem Festgelände keine Einsätze notwendig waren, führten die Beamten Verkehrskontrollen im Umfeld der Veranstaltung durch. Ähnlich ruhig blieb die Situation am gesamten Wochenende. Allerdings wurde im Nachhinein eine gefährliche Körperverletzung angezeigt – dabei soll es im Rahmen einer Beziehungstat zu Auseinandersetzungen gekommen sein, bei der das Opfer durch einen Schlag am Kopf verletzt wurde, so die Polizei.

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