Die Zukunft der MS Dömitz beschäftigt nicht nur die Anklamer Stadtvertreter, sondern auch viele Leser.
Die Zukunft der MS Dömitz beschäftigt nicht nur die Anklamer Stadtvertreter, sondern auch viele Leser. Anne-Marie Maaß
Lesermeinung

Keine Träumereien - Kiessee statt Badeschiff

Was soll mit dem alten Frachtschiff im Anklamer Hafen passieren? Zu den Berichten über den Ankauf der „Dömitz” durch die Stadt äußert sich Mechthild Lebrenz.
Anklam

Ein Badeerlebnis am Wochenende in Pelsin und der Artikel zur „Dömitz” im Nordkurier haben mich bewogen, diesen Leserbrief zu schreiben. Eine 160 Seiten starke Studie, die einen Haufen Geld gekostet hat, liegt nun vor und die Stadtvertreter werden darüber entscheiden, ob aus dem ehemaligen Frachtschiff eine Eventgaststätte mit Kulturbühne wird (Kosten circa fünf Millionen Euro). Auch für den Kiessee Wusseken wird eine Machbarkeitsstudie angefertigt, die 20 000 Euro kostet.

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Ich möchte nicht falsch verstanden werden, auch ich bin dafür, dass Anklam eine „Stadt mit Visionen” ist beziehungsweise wird, aber könnte man den Kiessee für diese Summen nicht mit einfachen Mitteln zugänglich machen und ein Schild aufstellen „Baden auf eigene Gefahr”, wie es am Pelsiner See auch gehandhabt wird?

Schnelle Lösungen, keine Träumereien

Der Pelsiner See ist für den Badebetrieb nicht mehr geeignet. Am Samstag bei Temperaturen um 30 Grad wollten wir uns dort erfrischen. Nach ein paar Schritten ins kühle Nass war uns schlagartig klar, warum wir dort die einzigen Badegäste waren.

Man versank bis über die Knöchel in fauligem Schlamm. So ein wunderschöner See, der zu Anklam gehört ... Ich möchte hiermit an die Stadtvertreter appellieren, „unkompliziert” tätig zu werden. Das Badeschiff im Hafen halte ich für Träumereien und eine Flussbadeanstalt an der Peene ist in weiter Ferne.

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