In kurzen Vorträgen erzählten die Experten der einzelnen Gruppen den Mitschülern aus der Peeneburg Wissenswerte
In kurzen Vorträgen erzählten die Experten der einzelnen Gruppen den Mitschülern aus der Peeneburg Wissenswertes über die Marienkirche. Matthias Diekhoff
Spitzbögen und Heilige

Kinder erklären ihren Mitschülern die Marienkirche

Schüler der Peeneburg haben sich in den vergangenen Monaten umfangreiches Wissen über die Marienkirche angeeignet. Daran wollen sie nun auch andere teilhaben lassen.
Anklam

„Salomonische Säule“, „Gestühlswange“, „Epitaph“ – für die Schüler der dritten und vierten Klasse der evangelischen Schule Peeneburg sind das inzwischen geläufige Begriffe. Im Rahmen eines Projektes des Kulturbüros des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) haben sie sich in den vergangenen Monaten nämlich ausgiebig mit der Anklamer Marienkirche beschäftigt, in der alle eingangs erwähnten Dinge zu finden sind.

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Wie Klaus-Martin Bresgott vom Kulturbüro berichtet, ging es dabei für die Schüler zunächst darum, die Kirche zu erkunden und Schwerpunkte zu setzen. Schon da sei es spannend gewesen, zu erleben, welche Details im altehrwürdigen Gotteshaus den Mädchen und Jungen besonders ins Auge gefallen sind.

Mit Baustilen und Schnitzereien beschäftigt

Später wurden dann die drei Experten-Gruppen „Gotik”, „Barock” und „Erinnerungsorte” gebildet, in denen sich die Schüler intensiv mit speziellen Themen wie unter anderem Spitzbogenfenster, Motive des Barock und Schnitzerei auseinandergesetzt und kurze Vorträge ausgearbeitet haben.

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Diese konnten sie in dieser Woche zum ersten Mal ihren Klassenkameraden präsentieren. Und so erklärte ein Mädchen, dass viele der Menschen, die an der Marienkirche gebaut haben, deren Fertigstellung nicht mehr erlebten, weil sich der Bau über viele Jahrzehnte hinzog.

Und ein Junge erläuterte kenntnisreich, was die Attribute der Heiligen zu bedeuten haben, die an vielen Stellen in der Kirche zu finden sind. Dabei handelt es sich in der Regel um spezielle Dinge, die den Heiligen zugeordnet sind, damit sie besser zu erkennen sind. So wird zum Beispiel die heilige Katharina von Alexandrien stets mit einem Rad dargestellt, weil sie damit gefoltert wurde.

Weitere Führungen zum Tag des offenen Denkmals

Nachdem die jungen Experten ihre Vorträge mit Bravour absolviert hatten, bekamen sie von Klaus-Martin Bresgott und seiner Kollegin Josephine Paetzel auch noch entsprechende Zertifikate ausgehändigt, verbunden mit dem Hinweis dieses erworbene Wissen auch schön frisch zu halten, damit sie es bei besonderen Gelegenheiten auch wieder abrufen können.

Denn die jungen Kirchenführer sollen ihr Wissen über die Marienkirche unter anderem an Elterntagen oder auch zum Tag des offenen Denkmals präsentieren.

Neues Faltblatt speziell für Kinder

Ein weiteres Ergebnis des Projektes des Kulturbüros und der Peeneburg ist ein Faltblatt, mit dem sich auch andere Kinder auf eine spannende Spurensuche durch das Gotteshaus begeben können. Dabei werden Fragen zu Abbildungen oder Gegenständen in der Kirche gestellt, deren Antworten Buchstaben liefert, die dann wiederum zu einem Lösungswort führen.

Das Faltblatt, das in der Marienkirche ausgelegt werden soll, richtet sich vor allem an Kinder. Aber auch Erwachsene dürften Freude daran haben, auf diese spielerische Weise die Marienkirche neu oder wieder für sich zu entdecken.

 

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