BILDUNG

Kitachefs können künftig endlich vor Ort lernen

Gut ein Jahr soll die Weiterbildung der Volkshochschule in Stolpe dauern und 14 Erzieher fit machen für den Leitungsjob.
Die Unterrichtseinheiten finden im Stolper Dörphus statt.
Die Unterrichtseinheiten finden im Stolper Dörphus statt. Anne-Marie Maaß
Stolpe an der Peene.

Erzieher haben eine verantwortungsvolle Aufgabe: Jeden Tag sorgen sie dafür, dass der Nachwuchs bestmöglich in seiner Entwicklung gefördert wird. Dementsprechend steigen die Anforderungen noch einmal, wenn es um einen Leitungsposten in diesem Bereich geht. 14 Männer und Frauen aus den Landkreisen Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen wollen sich dieser Aufgabe künftig stellen. Für sie startete gestern der gut einjährige Qualifizierungskurs in Stolpe.

Mit dem Stolper Dörphus wurde ein zentraler Ort gefunden

Eine Premiere in zweifacher Hinsicht, so wurde der Kurs in diesem Jahr zum ersten Mal von der kreislichen Volkshochschule organisiert. Auch der Ort, das Stolper Dörphus, ist ein Novum. „Wir sind sehr froh, einen so ruhigen, zentralen Ort im Kreis für die Weiterbildung gefunden zu haben“, sagt die Anklamer Standortleiterin Andrea Jager. Auch die Kooperation mit dem Jugendamt, das bislang die Kurse in Eigenregie organisierte, habe gut funktioniert. Die nächste Möglichkeit für die Weiterbildung würde in Güstrow bestehen, mit dem Angebot nahe Anklam sparen sich so die Kursteilnehmer viel Fahrzeit und logistischen Aufwand. Die Nachfrage war dementsprechend groß, aktuell gibt es sogar eine Warteliste. Insgesamt werden sie in den kommenden Monaten von neun Dozenten unterrichtet. 228 Stunden umfasst das aufgestellte Programm. Neben pädagogischen Inhalten spielen dabei auch die Betriebsführung und die gesetzlichen Grundlagen eine große Rolle.

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„Unsere Kitaleiterinnen und -leiter haben die Aufgabe, den Betrieb am Laufen zu halten. Sie bilden die Verbindung zwischen dem Fundament und dem Dach, sind Sprachrohr der Kita und Ansprechpartner für alle“, betont Sozialdezernentin Karina Kaiser. „Um dafür fit zu sein und genügend Handwerkszeug mitzubringen, welches das Kindertagesförderungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern fordert, hat der Landkreis Vorpommern-Greifswald diese Qualifizierung initiiert – nun schon zum sechsten Mal, diesmal mit tatkräftiger Unterstützung der VHS, worüber wir sehr dankbar sind“, ergänzt sie. Aktuell gebe es im Landkreis Vorpommern-Greifswald 194 Kindertagesstätten und damit entsprechend auch 194 Leiterinnen und Leiter.

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