HOCHWASSERSCHUTZ

Kommt der Deich in Anklam oder nicht?

Die Pläne für den Hochwasserschutz am Peene-Ufer in Anklam gibt es schon über zehn Jahre – umgesetzt wurden sie bislang nicht. Mittlerweile sind sie veraltet.
Anne-Marie Maaß Anne-Marie Maaß
Wie der Hochwasserschutz am Nordufer der Peene umgesetzt werden kann, ist noch nicht klar.
Wie der Hochwasserschutz am Nordufer der Peene umgesetzt werden kann, ist noch nicht klar. Weronika Janusz
Anklam.

Während sich viele Anklamer gerade um die neue Gestaltung des Anklamer Peene-Ufers Gedanken machen, steht eine Frage derweil noch aus: Was passiert eigentlich mit dem geplanten Hochwasserschutz?

Vor rund zehn Jahren wurden die Planungen dazu aufgestellt. Laut diesen soll ein Deich sich einmal quer über das Areal kurz hinter der Treppe zur Peenebrücke ziehen. Aufgrund dieser geplanten Maßnahme des staatlichen Amtes für Landschaft und Umwelt (StALU) mit Sitz in Stralsund wurde vor einigen Jahren auch der Vorschlag abgelehnt, am Peene-Ufer einen Touristen-Parkplatz zu errichten.

Wann Neuplanungen kommen ist unklar

Der Hochwasserschutz und die dementsprechenden Anlagen müssen natürlich auch bei den künftigen Plänen zur Umgestaltung des Areals bedacht werden, so Anklams Bauamtsleiterin Sylvia Thurow. Das betrifft vor allem mögliche Vorhaben vor einem entsprechenden Deich oder Schutzanlagen. Darauf sei aber auch schon in der Vergangenheit hingewiesen worden, erklärt Thurow. So liege derzeit etwa das Gelände von „Abenteuer Flusslandschaft“ vor den Hochwasserschutzanlagen, das sei aber auch von vornherein bekannt gewesen, so Thurow.

Noch nicht sicher ist derweil, wie die Pläne des StALU nun wirklich aussehen: Die Planungen seien jedenfalls veraltet und nicht mehr als aktuell anzusehen, so der Leiter Matthias Wolters. In welcher Form der Hochwasserschutz in Anklam umgesetzt wird, scheint demnach offen. „Wann es zu Neuplanungen kommen kann, ist derzeit nicht klar“, so Wolters. Von den Planungen in Anklam wisse sein Amt derzeit noch nichts. Das StALU würde jedoch bei einer neuen Bebauungsplanung sowieso beteiligt werden müssen.

Klar sei zudem, dass auch in Anklam das Thema nicht aus der Welt ist, wenngleich das Peene-Ufer in der Prioritätenliste des Hochwasserschutzes im Land bislang nicht berücksichtigt wurde.

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