TRAINING AUF DER PEENE

Künftige Anklamer Wasserretter suchen noch Verstärkung

Seit Kurzem gibt es in Anklam eine Gruppe des Wassergefahrenzuges des DRK. Am Wochenende war zu beobachten, was die Truppe alles zu bieten hat.
Das Rescue-Board ist eines der neueren Rettungsmittel.
Das Rescue-Board ist eines der neueren Rettungsmittel. Matthias Diekhoff
Felix Peters war für die Wurfsack-Übung in die volle Montur eines Wasserretters gestiegen.
Felix Peters war für die Wurfsack-Übung in die volle Montur eines Wasserretters gestiegen. Matthias Diekhoff
Das Einsatzboot des Wassergefahrenzuges stieß auf großes Interesse.
Das Einsatzboot des Wassergefahrenzuges stieß auf großes Interesse. Matthias Diekhoff
Wurfsack werfen will geübt sein.
Wurfsack werfen will geübt sein. Matthias Diekhoff
Auch Kanus für die Rettung Ertrinkender konnten ausprobiert werden.
Auch Kanus für die Rettung Ertrinkender konnten ausprobiert werden. Matthias Diekhoff
Anklam.

Der Wassergefahrenzug des DRK ist eine Einheit des Katastrophenschutzes im Landkreis Vorpommern-Greifswald und kommt zum Einsatz, wenn zum Beispiel Menschen, Tiere oder wertvolle Dinge in und am Wasser in Gefahr sind und geschützt oder gerettet werden müssen – auch bei Hochwasser, Überschwemmungen oder Eis. Er ist also in etwa so etwas wie eine Feuerwehr zu Wasser und dem entsprechend muss natürlich auch für den Ernstfall geübt werden. Und so hatte die neue Anklamer Gruppe des Wassergefahrenzuges gemeinsam mit der Wasserwacht am Sonnabend zu einem Übungstag an der Peene eingeladen.

Hilfe mit Wurfsack und Rescue-Board

Dabei sollte es auch darum gehen, Jugendliche dazu zu motivieren, sich im Wassergefahrenzug zu engagieren, erklärte der Anklamer Gruppenführer Georg Beitz. Die insgesamt 24 Teilnehmer hatten Gelegenheit, sich an vier unterschiedlichen Stationen auszuprobieren. So hatten die jungen Leute unter anderem die Möglichkeit, mit einem Einsatzboot über die Peene zu schippern und dabei vielleicht sogar Lust zu bekommen, den wendigen Flitzer auch bei richtigen Einsätzen zu steuern. An einer weiteren Station ging es um Maßnahmen der Ersten Hilfe, an der nächsten konnten Kanus getestet werden, die bei der Rettung Ertrinkender zum Einsatz kommen. Und an einer vierten Station standen zwei relativ neue Rettungsmittel im Mittelpunkt, das Rescue-Board und der Wurfsack.

Bei Letzterem handelt es sich um einen schwimmfähigen Beutel, in dem eine Leine verstaut ist. Im Prinzip funktioniert er wie ein Rettungsring, an dem eine Leine befestigt ist, ist allerdings nicht ganz so sperrig. Er kann also Ertrinkenden zugeworfen werden, um sie an Land oder ins Boot zu ziehen. Wobei es natürlich darauf ankommt, den Sack so genau wie möglich zu werfen, machte Felix Peters bei der Übung deutlich, für die er die volle Montur eines Wasserretters angelegt hatte. Das Rescue-Board (übersetzt Rettungsbrett) wiederum hat Ähnlichkeit mit einem Surfbrett. Damit kommen die Retter nicht nur schnell zum Ertrinkenden, es bietet ihm – aber auch dem Retter – zusätzlichen Halt. Wie sich am Sonnabend auf der Peene zeigte, bedarf es auch dafür einiger Übung.

Mitmachen auch ohne Vorkenntnisse möglich

Wie Georg Beitz am Rande des Geschehens erklärte, sei der Wassergefahrenzug zwar ein Teil des Katastrophenschutzes, komme aber auch zum Einsatz, wen es nicht gleich knüppeldick kommt, wenn zum Beispiel ein Hochwasser vor der Tür steht. Die Truppe werde auch beim Suchen und Bergen von Personen gerufen, bei der Gefahrenabwehr oder neuerdings auch zur Unterstützung der Feuerwehr vom Wasser aus.

Um diese Aufgaben erfüllen zu können, ist der Wassergefahrenzug noch auf der Suche nach Mitstreitern, sagte Georg Beitz. Mitmachen könnten auch Erwachsene mit oder auch ohne entsprechende Vorkenntnisse, denn es bestehe auch die Möglichkeit, die Rettungsschwimmer-Ausbildung oder auch den Bootsführerschein Binnen und See zu machen.

 

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