Hier entsteht das „Labor” im Museum im Steintor. Im Mai gibt es die erste Ausstellung mit Bildern aus dem Depot.
Hier entsteht das „Labor” im Museum im Steintor. Im Mai gibt es die erste Ausstellung mit Bildern aus dem Depot. Matthias Diekhoff
Ausstellung

„Labor” im Steintor rührt eine besondere Mixtur an

Ein neues Ausstellungsformat soll es im Anklamer Steintor zu sehen geben - unter anderem mit Bildern, die sonst nicht gezeigt werden. Doch Besucher haben nur wenige Tage Zeit.
Anklam

Im Moment lässt sich nur erahnen, was die Besucher des Museums im Steintor im Mai für eine knappe Woche erwartet: Einige mit Klebeband markierte Rechtecke an der einen Wand und runde, noch unbeschriftete, Tafeln an der anderen. Davor laden ein paar Sitzwürfel zum Verweilen ein.

Lesen Sie auch: Vater und Tochter finden nach Jahrzehnten im Museum zueinander

Bei dem Konzept handelt es sich um das „Labor”, ein „Herzensprojekt” der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Sabine Görner, die im Februar die Nachfolge von Wilfried Hornburg angetreten hat. Das „Labor” soll nach ihren Vorstellungen unter anderem ein Ort sein, an dem Besucher des Museum künftig miteinander ins Gespräch kommen oder auch einfach nur inne halten können.

Bilder, die einfach mal in die Öffentlichkeit sollen

Das erste Mal soll dieser spezielle Format vom 10. bis zum 15. Mai erlebbar sein. Es wird keine offizielle Eröffnung geben und einen Titel gibt es auch noch nicht. Fest steht jedoch, dass Bilder aus dem Depot des Museums gezeigt werden, die sonst nicht zu sehen sind.

Die Gemälde hat Sabine Görner gemeinsam mit dem Museums-Team ausgesucht. Es sind Bilder geworden, die einfach gefallen, unbedingt mal der Öffentlichkeit vorgestellt und einen Bezug zu Anklam haben sollten. Sie sollen dann die Plätze der abgeklebten Rechtecke an der Wand einnehmen.

Zudem sollen vier Bilder in Vitrinen ausgestellt werden. Auf den runden Tafeln sollen wiederum Begriffe stehen, die mehr oder weniger mittelbar mit den Bildern zu tun haben. Weitergehende Erklärungen wird es jedoch nicht geben, erklärt Sabine Görner, die schon gespannt ist, wie die Besucher des Museums reagieren werden.

Besuch nicht auf die lange Bank schieben

Dabei sollen sie auch die Möglichkeit haben, ihre Meinung zum „Labor” unkompliziert abzugeben. Und bereits vor der Ausstellung kann in den Sozialen Medien mitbestimmt werden, welches der vom Museums-Team ausgewählten Bilder nicht gezeigt werden sollte.

Nach dem Internationalen Museumstag am 15. Mai soll die kleine Ausstellung dann auch wieder eher sang- und klanglos abgebaut werden. Ein Effekt der nur wenige Tage dauernden Präsentation könnte sein, dass Interessenten den Besuch im Museum nicht auf die lange Bank schieben, hofft die wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Später im Jahr soll es dann auch wieder Sonderausstellungen im gewohnten Form geben, die dann unter anderem auch mit Vorträgen begleitet werden. Generell soll es nun wieder darum gehen, die Leute neugierig auf das Museum und seine Angebote zu machen. Das vor allem auch nach den Einschränkungen, die die Corona-Pandemie mit sich gebracht haben.

 

zur Homepage