E-MOBILITÄT

Land unterstützt Netz von Ladesäulen im Peenetal

Nachdem es zwischenzeitlich überhaupt nicht gut ausgesehen hatte für das Projekt „Elektromobile Ferienstraße“, gibt es jetzt Fördermittel aus Schwerin. Mit denen will der Verein „Vorpommersche Dorfstraße“ zunächst an acht Standorten Ladestationen aufbauen.
Der Verein „Vorpommersche Dorfstraße“ freut sich über die Zusage von Fördermitteln für das Netz von Ladestationen.
Der Verein „Vorpommersche Dorfstraße“ freut sich über die Zusage von Fördermitteln für das Netz von Ladestationen. ZVG
Im Peenetal soll ein Netz von Ladestationen für elektrisch betriebene Fahrzeuge entstehen.
Im Peenetal soll ein Netz von Ladestationen für elektrisch betriebene Fahrzeuge entstehen. Petair - Fotolia
Anklam.

Hartnäckigkeit hat mal wieder zum Erfolg geführt: Nachdem das Projekt „Elektromobile Ferienstraße in der Peeneregion“ des Vereins „Vorpommersche Dorfstraße“ im März 2019 mit einem gut besuchten Workshop in Liepen recht hoffnungsvoll gestartet war, gab es einige herbe Rückschläge. So scheiterte die Finanzierung über Mittel aus dem Leader-Programm, obwohl das Projekt gut bewertet wurde, dessen Ziel es vor allem war, im Peenetal ein Netz von Ladestation für elektrisch betriebene Fahrzeuge aufzubauen. Das Projektteam, bestehend aus Frank-Götz Schlingmann und Dr. Klaus Brandt, musste seine Arbeit nach einem Jahr einstellen. Das Team hatte zuvor sogenannte Knotenorte im Peental definiert, die ein wichtiges touristisches Angebot darstellen und für E-Mobilisten erschlossen werden sollten.

Die Initiatoren von der „Vorpommersche Dorfstraße“ wollten das Projekt jedoch nicht aufgeben und haben sich nach neuen Finanzquellen umgesehen, wie zum Beispiel die Landesinitiative „Ländliche GestaltungsRäume (LGR)“, deren Ziel es ist, Vorhaben zu unterstützen, die innovative, modellhafte Lösungsansätze für den strukturschwachen ländlichen Raum darstellen. Und tatsächlich kam jetzt die Zusage des Schweriner Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, das Projekt zu 90 Prozent aus dem LGR-Fonds zu fördern.

Es gibt 109.000 Euro für elf Stationen

Insgesamt sollen knapp 109.000 Euro ausgegeben werden, um an acht ausgewählten Standorten im Peenetal insgesamt elf öffentliche Ladepunkte mit einheitlichem Standard und Abrechnungssystem zu errichten. Bei den Orten handelt es sich um Loitz (Hafen), Tutow (Museum), Liepen (Gemeindehaus und Gutshof), Stolpe (Wendeschleife), Ziethen (KfZ-Station) und Anklam (Theater und Zentrum). „Trotz der Nichtmitgliedschaft von Anklam im Verein haben wir uns entschlossen, zwei Punkte in Anklam mit einer Ladesäule zu versehen, da uns das Thema als zu wichtig erscheint und Anklam mit angeschlossen werden muss“, kommentierte der Vorsitzende der Vorpommerschen Dorfstraße Marcel Falk die Auswahl der Standorte.

Damit solle ein „elektromobiles Negativ-Image“ der Region verhindert werden, heißt es im Antrag zum Projekt. Und weiter: „Die Ladepunkte sollen Grundlage für ein ausbaufähiges Ladenetz sein, das sich an den Bedarfen des Tourismus, der Daseinsvorsorge und damit der wirtschaftlichen Entwicklung der strukturschwachen Peene-Region orientiert und eine nachhaltige und effiziente Mobilität in der Region unterstützt.“

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