Tierseuchen-Container

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Landkreis bereitet sich auf Schweinepest vor

Bisher gab es noch keine Fälle der Afrikanischen Schweinepest in Vorpommern. Die Angst vor einer Einschleppung aus Polen ist aber nicht gänzlich abwegig.
Bisher gab es noch keine Fälle der Afrikanischen Schweinepest in Vorpommern. Die Angst vor einer Einschleppung aus Polen ist aber nicht gänzlich abwegig.
Jens Büttner / dpa

Per Eilentscheidung hat der Landkreis 59.000 Euro locker gemacht, um sich auf die Afrikanische Schweinepest vorzubereiten. Wie akut ist die Lage?

Landrätin Barbara Syrbe (Die Linke) hat kürzlich außerplanmäßig per Eilentscheidung 59.000 Euro für einen „Funktional-Container mit Ausstattung zur Tierseuchenbekämpfung im Rahmen der Tierseuchenverhütung und -bekämpfung“ genehmigt. Warum so plötzlich? Sind Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aufgetreten?

Auf den Ernstfall vorbereitet

Nein, sagte Achim Froitzheim, Pressesprecher des Landkreises: „Es gibt keine akuten Fälle einer Tierseuche in unserem Zuständigkeitsbereich. Die Anschaffung ist eine Vorsichtsmaßnahme, um im Ernstfall sofort reagieren zu können.“ Der Container sei transportabel und überall im Großkreis einsetzbar.

Die Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest ist nicht gänzlich abwegig, auch, wenn es in Vorpommern bisher keine Fälle gibt. In Polen gab es bereits ASP-Fälle. Die Gefahr der Einschleppung bestehe weniger durch die Ansteckung von Tier zu Tier, sondern eher durch unachtsam weggeworfenes, mit Erregern verseuchtes Fleisch.

Kommentare (1)

Alles klar. Jetzt muss dem Volk wieder was untergejubelt werden, warum in Kürze das Grillfleisch wieder drastisch teurer wird. Geflügelpest hatten wir gerade. Demnächst ist wieder BSE ein Thema. Und die Presse lässt sich wieder für die Verbreitung dieses Unsinns missbrauchen, damit die Wirtschaftsbosse und Politiker auf des Volkes Rücken sich die Taschen füllt.