Im vergangenen Jahr wurden deutlich mehr Rüben geerntet als prognostiziert – das führte zu sogenannten Üb
Im vergangenen Jahr wurden deutlich mehr Rüben geerntet als prognostiziert – das führte zu sogenannten Überrüben. Philipp Schulze
Naturschutz

Letzte Rüben auf den Feldern bringen Sorgen

Noch immer liegen teilweise Rüben aus der vergangenen Saison an den vorpommerschen Feldrändern. Mancher Naturschützer sieht darin Gefahren für Tiere und Menschen.
Anklam

Hat die gute, so nicht erwartete Rübenernte aus dem vergangenen Jahr nun negative Auswirkungen auf die Natur in Vorpommern? Diese Sorge treibt zumindest so manchen Tierschützer um, der noch heute an einzelnen Stellen die Reste von Rübenbergen an den Feldrändern lagern sieht.

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Immerhin locken die süßen Feldfrüchte auch zahlreiche Tiere zur Fressstelle an. Ein Umstand, der angesichts von Tierseuchen wie der afrikanischen Schweinepest auch den Landkreis Vorpommern-Greifswald sorgt.

Die Ablagerungen von Überrüben stelle gleichzeitig eine illegale Fütterung dar, das sei auch dem Kreis bewusst. „Unser Versuch, dagegen jagdrechtlich vorzugehen, hat sich jedoch als schwierig erwiesen”, heißt es von dort.

Kreis sieht keine Gefahr für Trinkwasser

In jedem Falle seien diese Überreste in punkto Tierseuchenhygiene vor dem Hintergrund der nach wie vor nicht gebannten Gefahr der Afrikanischen Schweinepest (ASP) höchst kontraproduktiv, schildert Kreissprecher Achim Froitzheim.

Andere Bedenken, etwa eine Gefahr für das Trinkwasser durch gammelnde Rüben sieht man dagegen beim Landkreis nicht bestätigt. So hätte sich bei einer ähnlichen Lage mit den Überrüben bereits 2015 gezeigt, dass der Sickerwasseranfall eher gering sei. In Einzelfällen könne es eher zu Geruchsbelästigungen kommen.

Letzte Rüben werden untergepflügt

Große Lagerplätze seien dem Landkreis nun allerdings nicht bekannt. Weitere landwirtschaftliche Aspekte würden in den Bereich des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt fallen.

Das Thema mit den letzten verbliebenen Rübenlagern dürfte sich zudem bald erledigt haben. Die übriggebliebenen Feldfrüchte werden in der Regel in Biogasanlagen gebracht oder werden bei der Frühjahrsbestellung der Felder untergepflügt.

 

 

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