SPENDE FÜR THEATERFUNDUS

Lions-Club bedankt sich bei Landesbühne für Masken-Aktion

Trotz aller Lockerungen wird es in dieser Spielzeit wohl kein Theater in Anklam geben. Derzeit wird geprüft, ob wenigstens die Gastspiele laufen können.
Frank-Thomas Starigk und Ralph Becker (Mi.) überreichen Intendant Martin Schneider (li.) einen Scheck in Höhe von 10
Frank-Thomas Starigk und Ralph Becker (Mi.) überreichen Intendant Martin Schneider (li.) einen Scheck in Höhe von 1000 Euro. Matthias Diekhoff
Anklam.

Einen kleinen Lichtblick gab es am Freitag für die von der Corona-Krise gebeutelte Vorpommersche Landesbühne. Ralph Becker, Präsident des Lions Club Anklam, und Frank-Thomas Starigk, Vorsitzender des Fördervereins des Lions Clubs, überreichten dem Intendanten der Vorpommerschen Landesbühne Martin Schneider einen Scheck über 1000 Euro. Die Spende sei ein Dankeschön für die Masken-Aktion der Theater-Schneiderei, die damit schnell und unbürokratisch geholfen hat, den Engpass an Mund-Nase-Masken zu überbrücken. Da die Stoffe dafür dem Theaterfundus entnommen wurden, solle das Geld nun dazu dienen, die Bestände wieder aufzufüllen, sagte Frank-Thomas Starigk bei der Übergabe des Schecks.

Martin Schneider freute sich über die Unterstützung und erklärte, dass er froh darüber sei, dass das Theater auch außerhalb seiner eigentlichen Bestimmung einen Beitrag für die Bewohner der Region leisten konnte. Darüber hinaus sei es auch schön gewesen, mal wieder zu sehen, wie die Leute an der Kasse Schlange stehen. Auch wenn es dabei nicht um Theater-Karten ging. Immerhin konnten bisher rund 2300 handgenähte Masken verkauft werden.

Corona-Beschränkungen könnten Zuschauerzahl zu weit reduzieren

Das alles hilft der Landesbühne zwar etwas, dennoch ist die im April verordnete Beendigung der aktuellen Spielzeit immer noch ein schwerer Schlag ins Kontor, auch wenn einige Lockerungen anstehen. Derzeit werde geprüft, ob wenigstens die für die Zinnowitzer Blechbüchse und das Chapeau Rouge in Heringsdorf geplanten Gastspiele auf der Vineta-Bühne durchgeführt werden könnten, erklärt Intendant Martin Schneider. Wegen der Abstandsregelung von 1,5 Meter könnten nach derzeitigem Stand aber nur 150 Zuschauer hereingelassen werden. Dadurch seien auch die Einnahmen wesentlich geringer, um die Künstler angemessen bezahlen zu können. Und die Künstler wiederum sind gerade jetzt auf entsprechende Einahmen angewiesen.

Aber man sei weiterhin im Gespräch mit allen Beteiligten, in der Hoffnung, dass im Sommer doch noch was geht, so der Intendant. „Wir prüfen derzeit alle Möglichkeiten.“ Allerdings gäbe es nach wie vor viele Unwägbarkeiten und Unsicherheiten. Daher habe es für die Gastspiele auch noch keinen Kartenvorverkauf und auch keine Werbung gegeben. Ursprünglich war geplant, am 20. Juni mit der Andreas Pasternack-Jazz-Band mit den Gastspielen zu beginnen. Auf dem vorgesehenen Programm stehen auch noch weitere interessante Gäste wie zum Beispiel Peter-Michael Distel, Gregor Gysi, Keimzeit, Wladimir Kaminer oder auch Rainald Grebe, der es im vergangenen Jahr auf immerhin 500 Zuschauer brachte. Welcher der Künstler dann im Sommer tatsächlich auftreten wird, soll rechtzeitig bekannt gegeben werden, hießt es vom Theater.

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