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London statt Schönberg: VFC-Trainer Reeck im Champions Legaue-Glück

VonStefan JustaDie Anklamer müssen in Schönberg ohne ihren Trainer auskommen. Erwird das Finale der Champions League als Zuschauer im Londoner ...

Hat gut lachen: VFC-Trainer Hagen Reeck ist morgen im Londoner Wembley-Stadion beim Champions League-Finale Zuschauer.  FOTO: Stefan Justa

VonStefan Justa

Die Anklamer müssen in Schönberg ohne ihren Trainer auskommen. Er
wird das Finale der Champions League als Zuschauer im Londoner Wembley-Stadion verfolgen.

Anklam.Erst den Sieg des FC Bayern München im Champions-League-Finale gegen Borussia Dortmund bejubeln und dann mit der eigenen Mannschaft gegen Schönberg punkten: Der Plan von VFC-Torwart Maurice Wühn für das Wochenende steht. Bevor er mit seinem Anklamer Verbandsliga-Team am Sonntag ab 14 Uhr beim Tabellenzweiten antritt, blickt er morgen Abend gespannt nach London und drückt dabei dem deutschen Rekordmeister fest die Daumen.
Mit etwas Glück wird er auf dem Fernsehbildschirm dann auch seinen Trainer auf den Zuschauerrängen des Wembley-Stadions entdecken können: „Ich bin kurzfristig an eine Karte für das Endspiel gekommen und freue mich darauf, das deutsche Finale live zu sehen“, sagt Hagen Reeck, dessen Team den Klassenerhalt als aktueller Tabellenfünfter längst in der Tasche hat. Während Reeck den Dortmundern die Daumen drückt, hofft Wühn auf einen Sieg des FCB: „Im bin von klein auf Bayern-Fan. Nach zwei verkorksten Jahren hoffe ich sehr, dass die Münchener das Triple schaffen.“
Viel Zeit zum Feiern bleibt dem Schlussmann im Falle des Münchener Titelgewinns aber nicht, schließlich geht es für den VFC am Sonntag quer durch Mecklenburg-Vorpommern ins über 200 Kilometer entfernte Schönberg. „Wir wollen dort was Zählbares mitnehmen, auch wenn wir auf eine spielstarke und reife Mannschaft treffen, die nicht ohne Grund in die Oberliga aufsteigt“, stellt Wühn klar. Zuletzt blieben die Peenestädter achtmal in Folge ungeschlagen. Neben Spitzenreiter Sievershagen zählen sie und der FC zu den besten Verbandsliga-Teams der Rückrunde. „Wir wollen nachweisen, dass wir uns seit dem Hinspiel weiter verbessert haben. Mit großem Fleiß und großer Lust auf Fußball ist für uns in Schönberg durchaus was möglich“, sagt Reeck. Ähnlich sieht es auch Maurice Wühn: „Wir haben uns gerade im taktischen Bereich enorm weiterentwickelt und werden uns auf gar keinen Fall hinten reinstellen. Wir wollen mitspielen und unsere Chance suchen“, sagt Anklams Nummer eins und fügt selbstbewusst hinzu: „Unser Ziel ist es, kein Spiel mehr zu verlieren.“
In Bestbesetzung kann das VFC-Team aber nicht antreten. Neben Damian Staniszewski fällt auch Mittelfeldregisseur Maximilian Stöck verletzungsbedingt aus.