Fachleuite verschiedener Unternehmen haben am Dienstag die „Dömitz” begutachtet, um eine Machbarkeitsstudie a
Fachleuite verschiedener Unternehmen haben am Dienstag die „Dömitz” begutachtet, um eine Machbarkeitsstudie auf den Weg zu bringen. Foto: Matthias Diekhoff Matthias Diekhoff
Kapitän Ulrich Krüger (rechts) hatte den Fachleuten viel über sein Schiff zu erzählen. Foto: Matthias Diek
Kapitän Ulrich Krüger (rechts) hatte den Fachleuten viel über sein Schiff zu erzählen. Foto: Matthias Diekhoff Matthias Diekhoff
Frachtschiff im Hafen

Machbarkeitsstudie für die „Dömitz” ist auf dem Weg

Was wird aus dem letzten Frachtschiff mit Heimathafen Anklam: Kauf die Stadt das Schiff „Dömitz” oder wird es den Hafen wohl für immer verlassen.
Anklam

Kulturkahn oder Badeschiff? Zu Land oder zu Wasser? Oder wird die „Dömitz” ihren Heimathafen Anklam bald für immer verlassen und abgewrackt? Was aus dem Frachtschiff letztendlich wird, ist im Moment noch völlig offen. Was aber daraus werden könnte, damit beschäftigen sich seit gestern unter anderem Experten vom Rostocker Konstruktions-Büro „Neptun Ship Design”. Mitarbeiter des Büros und anderer Fach-Unternehmen haben sich am Dienstag mit Vertretern der Stadtverwaltung und Kapitän Ulrich Krüger im Anklamer Hafen getroffen, um die „Dömitz“ zu begutachten und damit eine Machbarkeitsstudie konkret auf den Weg zu bringen.

Studie soll Kosten klären

Anklam sei eine „Stadt mit Visionen”, erklärte die stellvertretende Bürgermeisterin und Kämmerin Beatrix Wittmann-Stifft bei dem Termin. Allerdings müssten diese Visionen auch auf „stabilen Füßen” stehen. Mit Hilfe der Studie soll nun unter anderem geklärt werden, was die jeweiligen Varianten kosten würden und welche Rahmenbedingungen dafür noch geschaffen werden müssten. Momentan gibt es die Vorstellungen, die Dömitz zu einem Kultur- und Theaterschiff oder zu einem Badeschiff umzubauen, das dann entweder am nördlichen Peeneufer zwischen Fußgängerbrücke und Straßenbrücke an Land stehen oder im Wasser liegen soll.

Um eine der Varianten umzusetzen, müsste die Stadt Anklam das Schiff allerdings kaufen, wofür es wiederum grünes Licht von der Stadtvertretung braucht. Die Studie soll nun zunächst dazu dienen, den Stadtvertretern bei der Entscheidungsfindung zu helfen. Wie Harald Arndt von „Neptun Ship Design” erklärte, werde die Studie voraussichtlich schon im März vorliegen. Zudem habe sich das Unternehmen auch zum Ziel gesetzt, die Vision der Stadt Anklam dann auch umzusetzen.

Wie bei dem gestrigen Termin aber auch immer wieder durchklang, wäre der Kauf und Umbau der „Dömitz“ nur die erste Etappe. Durchaus schwieriger könnte es werden, ein passendes Konzept für den Betrieb der Einrichtung zu finden, das sich nach Möglichkeit auch gut in den Masterplan für das Gebiet an der Peene einfügen sollte.

Falls sich die Stadtvertretung gegen den Kauf der „Dömitz” entscheidet, werde das Schiff wohl oder übel in den Schrott gehen oder an einen anderen Interessenten verkauft, erklärte Ulrich Krüger. Die Betriebserlaubnis als Frachtschiff laufe zumindest Ende Februar aus. Zuletzt hat die „Dömitz“ vor allem Getreide von Szczecin (Stettin) nach Vierow gebracht, so der Kapitän.

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