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Manthei denkt über AfD-Austritt nach

Ist er der nächste, der die AfD verlässt? Matthias Manthei ist jedenfalls schwer frustriert vom Umgang seiner Partei mit ehemaligen Mitgliedern.
Ist er der nächste, der die AfD verlässt? Matthias Manthei ist jedenfalls schwer frustriert vom Umgang seiner Partei mit ehemaligen Mitgliedern.
Daniel Reinhardt

Salamitaktik oder echte Sorge? Nachdem seine Kollegen Christel Weißig und Bernhard Wildt aus der AfD ausgetreten sind, erwägt nun auch Matthias Manthei diesen Schritt. Er wolle sich zeitnah entscheiden, wie er sagt.

Folgt nach dem Austritt aus der Landtagsfraktion bei Matthias Manthei nun doch auch der Parteiaustritt aus der Alternative für Deutschland (AfD)? Zumindest denkt der Jurist darüber nach, wie er auf Nachfrage des Nordkurier bestätigt.

„In dem ganzen Trubel der Landtagswoche zwischen Haushaltsdebatte und Ausschusssitzungen war dafür bislang wenig Zeit“, sagt er. Dennoch sei nach dem Austritt aus der AfD-Landtagsfraktion und gerade aus der Reaktion seiner Parteikollegen darauf für ihn klar, dass es zeitnah zu einer Entscheidung kommen müsse. „Es kann auch mittelfristig nicht auf diese Art weitergehen“, sagt der gebürtige Anklamer.

Trennung fällt Manthei schwer

In der Partei herrschten viel Frust und Hass. Es werde gehetzt, gegen politische Mitbewerber genauso wie gegen Parteimitglieder, wie es Manthei und seine Kollegen hätten erfahren müssen. Die Gespräche mit der AfD-Landtagsfraktion wurden dementsprechend auch abgebrochen. Eine Rückkehr in die Fraktion schließt Manthei nunmehr für sich aus.

„Das, was dort auch innerhalb von Chats an Schimpfworten geäußert wird, ist außerhalb der Zivilisation“, sagt Manthei, dem das Verhalten mancher Parteikollegen komplett fremd sei. Die Reaktionen von AfD-Mitgliedern auf den Parteiaustritt zweier BMV-Fraktionskollegen, der ehemalige Landeschef Bernhard Wildt und Christel Weißig, habe ihn besonders nachdenklich gemacht. „Das kommt einem nicht wie der Austritt aus einer Partei vor, sondern wie bei einer Kameradschaft, wo es keinen Ausstieg gibt“, sagt Manthei.

Dennoch falle ihm die Trennung von der AfD schwer – über den endgültigen Austritt wolle er dementsprechend noch in Ruhe nachdenken. „Wir werden das in der Fraktion besprechen. Es ist ein schwerer Schritt. Ich habe die Partei mit aufgebaut, in den vergangenen Jahren viel gemacht und geleitet“, sagt Manthei.

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