FRAKTION DISKUTIERT NOCH

Manthei will auch im Kreis zur CDU wechseln

Der Wechsel von Matthias Manthei zur CDU-Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern schlug einige Wellen.Auch auf Kreisebene steht damit ein Umschwung an.
Karsten Riemer Karsten Riemer
Unter den Abgeordneten des Kreistags Vorpommern-Greifswald steht ein Fraktionswechsel bevor. Matthias Manthei tendiert nach se
Unter den Abgeordneten des Kreistags Vorpommern-Greifswald steht ein Fraktionswechsel bevor. Matthias Manthei tendiert nach seinem Wechsel im Landtag auch auf Kreisebene zur CDU. Stefan Sauer
Matthias Manthei will sich auch im Kreistag der CDU-Fraktion anschließen.
Matthias Manthei will sich auch im Kreistag der CDU-Fraktion anschließen. Karsten Riemer
Vorpommern.

Junge Union, AfD, Freie Wähler – in seiner politischen Karriere hat Matthias Manthei inzwischen einige Stationen hinter sich. Eine richtige politische Heimat scheint jedoch noch nicht gefunden. Zuletzt überraschte er mit seinem Austritt bei den Freien Wählern/Bürger für Mecklenburg-Vorpommern (BMV) und dem Wechsel zur CDU-Fraktion. Bislang nur auf Landesebene. Doch auch im Kreistag von Vorpommern-Greifswald ist Manthei Mitglied. Bahnt sich dort der nächste Wechsel an?

Bereits Ende September suchte Manthei das Gespräch mit den Christdemokraten und bat um Aufnahme in die Landtagsfraktion. „Ich wollte in einer liberal-konservativen Partei tätig sein, die auch Volkspartei ist“, begründete er seinen Wechsel. Seitens der CDU-Spitze wurde dem Ersuchen stattgegeben. Manthei ist zwar kein Parteimitglied, gehört aber künftig der Fraktion an.

Ein erstes Telefongespräch wurde bereits geführt

Auf Kreisebene stehen diese Gespräche jedoch noch aus. Mantheis Stoßrichtung ist allerdings auch hier klar. „Die Tendenz geht zur CDU“, sagt er. Entscheiden müsse das aber natürlich die Kreistagsfraktion. Nach den Schulferien in dieser Woche will er die Gespräche dazu anschieben. „Das muss dann dringend geklärt werden“, so Manthei.

Auch bei den Christdemokraten laufen bereits die Vorbereitungen für mögliche Aufnahmegespräche. „Es gab bereits eine Telefonkonferenz“, so die stellvertretende Kreistagsfraktionsvorsitzende der CDU Beate Schlupp. Aber so ein Thema könne man telefonisch nicht umfassend besprechen. Auf einer bis dato nicht genau terminierten Fraktionssitzung will man sich der Causa Manthei dann nochmal annehmen. „Wir sind erstmal soweit zu sagen, wir diskutieren“, sagt Schlupp. Zu einem möglichen Ausgang der Diskussion könne sie sich daher zum aktuellen Zeitpunkt nicht äußern. „Es gab aber wenig negative Stimmen“, sagt sie. Dennoch sei es für beide Seiten wichtig zu reden.

Ausschüsse neu zu besetzen

FDP-Mann David Wulff, Vorsitzender des Fraktionsbündnisses aus FDP, Freie Wähler, Freier Horizont und Bürgerliste, dem auch Manthei aktuell noch angehört, sieht einem möglichen Wechsel entspannt entgegen. „Für die Fraktion hat das keine Auswirkungen“, sagt Wulff. Bei den Verteilungsschlüsseln im Kreistag würde ein Überlaufen Mantheis zur CDU keinen Unterschied machen. Einzig die Ausschüsse, in denen er Mitglied ist, müssten seitens des Fraktionsbündnisses neu besetzt werden. Veränderungen gebe es demnach nur bei Manthei selbst. „Aber die Entscheidung muss man akzeptieren“, sagt Wulff.

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Kommentare (7)

Na so eine Witzfigur! Soll das Mandat abgeben, dass der Bürger ihn über die AFD zukommen lassen hat. Alles andere ist Betrug!

um Direktmandate/Listenkandidaten wäre es weniger witzig und noch viel weniger Betrug.
Als Erika Steinbach 2017 aus der CDU-Fraktion des BT ausstieg, kamen von der rechten Seite keine Betrugsvorwürfe.
2 gleichartige Sachverhalte - verschiedene Interpretationen, halt immer so, dass es am Besten in die eigene Sichtweise passt.
Wenn ich etwas Witziges erkennen kann, ist es, wie die Partei der "Jäger", Opfer und Jammerlappen zerfällt.

heißt das Kinderspiel, was bis zum Grundschul-Alter (6-9) besonders gern auf Kinder-Geburtstagen gespielt wird. Viele Politiker verwechseln das reale Leben offenbar mit einem Sandkasten, wo "Mutti Merkel" dann am Ende allen Streit schlichtet und die angerichteten Schäden wieder heile macht. Dafür gebührt übrigens der "bundesdeutschen Kindergärtnerin" Angela Merkel ein gewisser Dank, das angesichts des kleinkind-haften Verhaltens der meisten Deutschen (sogenanntes Trotzalter) den Staat Deutschland und unser deutsches Volk überhaupt noch gibt und das wir alle noch nicht in einer NWO-Einheitswelt a la Washington aufgegangen sind. Ich hoffe auf Thüringen, hoffentlich nicht zu Unrecht.

auf youtube und achte auf Text (lyrics) und Video (für DDR-Verhältnisse grandios). Das Lied ist von Mitte der 1980er Jahre und hat nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Zuviel destruktive (zerstörerische) Personen in Deutschland suhlen sich offenbar am Leid ihrer Zeitgenossen und übertünchen damit ihr eigenes Unvermögen.

scheinen beim sogenannten "kritischen Destruktivismus" (basierend auf K. Marx und S. Freud) eine Vorreiter-Rolle zu spielen. Ich vermute, daß höchstens jede fünfte 1968er geprägte westdeutsche Frau über vierzig eigene Kinder bekommen hat, 80% also kinderlos geblieben sind aus Angst vor der Zukunft in Folge der dumm-dämlichen "Club of Rome"- Prophezeiungen, die nie auch nur ansatzweise wahr wurden.

Jeder Kandidat der AFD hätte den Wahlkreis 2016 gewonnen. Die Bürger haben Manthei gewählt, weil er in der AFD war. Schauen sie sich die Verhältnisse der Zweitstimmen an.

https://de.wikipedia.org/wiki/Landtagswahlkreis_Vorpommern-Greifswald_II#Wahl_2016

Übrigens unterscheiden sich ihre Beispielfall von den hier genannten. Erika Steinbach hat keinen Parteienwechsel vollzogen, sonder ist aus ihrer Partei ausgetreten.

Nach Ihrer Interpretation hätte sie dann auch das "für die CDU" gewonnene Mandat zurückgeben müssen. Auch sie hatte ein Direktmandat. Ich halte den Vergleich für geeignet.