INSELBLOGGERIN

Marika zeigt der ganzen Welt ihr Usedom

Ob Spaziergang auf Usedom, leckeres Abendessen oder eine Kanutour – Marika Borowski hat das Handy stets parat. Als Inselbloggerin hat sie eine wachsende Fangemeinde.
Marika Borowski liebt ihr Leben auf der Insel, über ihren Internet-Blog oder sozialen Medien verfolgen tausende Fans, wie genau sie das tut. Fotos: ZVG/Marika Borowski
Marika Borowski liebt ihr Leben auf der Insel, über ihren Internet-Blog oder sozialen Medien verfolgen tausende Fans, wie genau sie das tut. ZVG/ Marika Borowski
Koserow ·

Mehr als 3.000 Menschen verfolgen im Internet regelmäßig, wie Marika Borowski die Urlaubsinsel Usedom durchstreift. Die Bloggerin ist stolz auf ihre kleine Fangemeinde, die stetig wächst. Vor etwa fünf Jahren hat sie damit angefangen, im Internet zu dokumentieren, was es auf der Insel alles zu entdecken gibt. Ob per Blog, also einer Internetseite mit Fotos, Reiseberichten und Tipps für die Urlaubsregion oder direkt über die sozialen Netzwerke, wie Facebook oder Instagram.

Und obwohl Marika selbst seit über 20 Jahren auf der Insel lebt, waren viele Orte, Lokale und Touren auch für sie komplettes Neuland. Zwar ist sie selbst auf dem gegenüberliegenden Festland in Lassan aufgewachsen und in Anklam zur Schule gegangen, hat dann in einem Hotel auf Usedom ihre Ausbildung gemacht und seither auf der Insel gelebt und gearbeitet, doch der eigene Blick für die vielen Details, Geschichten und schönen Ecken hat sich erst mit ihrem Blog so richtig geschärft.

Gäste und Einheimische freuen sich über ihre Tipps

Nun genießt Marika ihre Insel Usedom in vollen Zügen und lässt die ganze Welt daran teilhaben, wenn sie beispielsweise in ihrer Lieblingseisdiele das neueste Eis nascht, zeigt, wie die Sonne mal wieder in unglaublichen Farbspielen über dem Meer aufgeht oder wie sie mit dem Rad durch das Achterland radelt. Die Zielgruppe ihrer Beiträge sind meistens Gäste, aber auch Einheimische freue sich über die Tipps der Inselbloggerin.

Für die 38-Jährige ist ihr Blog längst mehr als ein lieb gewonnenes Hobby. Noch kann sie nicht allein davon leben, deshalb ist sie weiterhin als Sales-Managerin in einem Hotelbetrieb angestellt. „Ich bin ein Sicherheitsmensch und brauche einen festen Job und ein geregeltes Einkommen“, gibt sie zu. Gerade die Corona-Pandemie hätte gezeigt, wie schnell sich alles ändern kann, Aufträge storniert werden und Einnahme wegfallen, das wäre ihr alles noch zu unsicher. Doch im Hinterstübchen träumt sie davon, irgendwann mit dem Laptop am Strand liegen zu können und dort ihre Arbeit zu erledigen – ohne Schichtbeginn und andere Verpflichtungen im Hinterkopf.

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Bodenständig und authentisch wie sie selbst sind auch die Einträge in ihrem Blog. Sie würde nie etwas vorstellen, was sie selbst nicht interessiert. Die meisten Sachen hält sie intuitiv fest, aus dem Bauch heraus, so wie sie sie gerade erlebt. Natürlich hat sie mit der Zeit auch das nötige theoretische Rüstzeug für den Umgang mit den sozialen Medien angeeignet. Aber das, was Marika in ihrem Inselblog postet, ist das was sie erlebt. Sie ist nicht auf Biegen und Brechen auf Klicks von ihren Fans oder größtmögliche Reichweite im Netz aus, hat keinen Fahrplan für das, was sie schreibt. „Meine Instagram-Familie sind auch alles echte Menschen, die mir schreiben und deren Mails ich auch alle eigenhändig beantworte“, ist sie stolz.

Bisher nur wenige Hasskommentare

Mit Hasskommentaren und unflätiger Kritik, wie sie vielerorts im Netz präsent ist, muss sie die junge Bloggerin bisher glücklicherweise wenig auseinandersetzen. Sie hat ihre Nutzer im Blick und sortiert auch mal aus, wo sie glaubt, dass da keine richtigen Nutzer dahinterstecken. Für den sogenannten „Hate“, bietet sie den Lesern selbst als Person mit Absicht wenig Angriffsfläche, erklärt sie. Die meisten ihrer Follower seien sowieso auf Sonne, Strand, Genuss und Natur aus, also in einer eher positiven Grundstimmung.

Mit echter Kritik und konstruktivem Meinungsaustausch hat Marika durch ihre jahrelangen Erfahrungen im Hotelgeschäft dagegen kein Problem: „Damit habe ich über die Jahre gelernt umzugehen, auch wenn ich im Privaten manchmal ein bisschen impulsiv bin.“

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Momentan machen Marikas Leserzahlen jedes Mal einen Satz nach oben, wenn sie einen Blogbeitrag für den inselweiten Tourismusvermarkter schreibt. Bei einem Ideenwettbewerb der Usedom Tourismus GmbH (UTG) hat sie sich mit ihrem Blog durchgesetzt und darf als Influencerin noch das ganze Jahr über ihre Geschichten über die legendären Usedomer Strandfischer, ihre allerliebsten Gartencafés und andere Highlights auch an die große Usedom Fangemeinde der UTG richten.

Marikas Inselblog ist auf Instagram, Facebook, Twitter und TikTok zu finden.

www.marikas-inselblog.de

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Kommentare (1)

Ist bei ihr auch schon der Zug abgefahren. Da hilft auch kein Inernet.