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Meisterparty mit einem Schuss Wehmut

VonAstrid HofmannDie Volleyballerinnen vom Schweriner SC haben Meisterschaft und Pokal verteidigt. Meistertrainer Buijs wird den Verein ...

VonAstrid Hofmann

Die Volleyballerinnen vom Schweriner SC haben Meisterschaft und Pokal verteidigt. Meistertrainer Buijs wird den Verein verlassen.

Dresden/Schwerin.In den grenzenlosen Jubel mischte sich ein Hauch Wehmut. Die Volleyballerinnen vom Schweriner SC feierten Mittwochnacht nach dem 3:1 (25:14, 19:25, 33:31, 25:22) beim Dresdner SC zwar ausgelassen das zweite Double von Meisterschaft und Pokal hintereinander. Der bevorstehende Abschied von Erfolgstrainer Teun Buijs, der alles überragenden Spielführerin Denise Hanke und weiterer Leistungsträger trug jedoch so etwas wie Abschiedsstimmung in die über 400 Kilometer lange Heimreise. Buijs sieht seine Mission in der Volleyball-Hochburg Schwerin, die ihren zehnten Meistertitel seit der Wiedervereinigung feiert, als erfüllt an. „Zwei Jahre in Schwerin, vier Titel und eine Super-Champions League-Saison. Kann man noch mehr? Ich bin Schwerin sehr dankbar. Aber jetzt wird es Zeit für eine neue Herausforderung“, sagte der 53 Jahre alte Niederländer. Als Nachfolger soll bereits der frühere Schweriner und Co-Trainer der Nationalmannschaft Felix Koslowski feststehen. Auch Spielführerin Denise Hanke und Trainer-Tochter Anne Buijs werden ins Ausland wechseln. Lucia Hatinova beendet ihre sportliche Laufbahn. „Wohin meine Reise demnächst hingeht, ist noch nicht entschieden“, sagte Hanke. Der 23 Jahre alten Zuspielerin, die zur wertvollsten Spielerin der Bundesliga gekürt worden ist, werden Kontakte zu Spitzenclubs in Istanbul nachgesagt. Wie wertvoll Hanke für ihr Team ist, bewies sie im vierten und entscheidenden Satz, als sie mit einer Aufschlagserie den Widerstand des DSC endgültig brach und den dritten Sieg perfekt machte.
Trotz des erneuten personellen Aderlasses gehen in Deutschlands Volleyball-Hochburg Nummer eins die Lichter nicht aus. „Es wird einen Umbruch geben. Ich bin aber überzeugt, dass wir wieder eine Mannschaft haben werden, die wettbewerbsfähig ist“, versprach Manager Evers. Der SSC löste mit dem Jubiläumstitel den USC Münster als Rekordmeister nach der deutschen Einheit ab.