Etwa 200 Menschen kamen am Montagabend zu einer Friedensdemo auf den Anklamer Markt.
Etwa 200 Menschen kamen am Montagabend zu einer Friedensdemo auf den Anklamer Markt. Mareike Klinkenberg
Zu einem Friedensgebet anlässlich des Kriegs in der Ukraine sind am Montag etwa 50 Menschen in die Anklamer Marienkirche
Zu einem Friedensgebet anlässlich des Kriegs in der Ukraine sind am Montag etwa 50 Menschen in die Anklamer Marienkirche gekommen. Mareike Klinkenberg
Rund 60 Leute trafen sich zur Demonstration gegen die aktuelle Corona-Politik in Torgelow.
Rund 60 Leute trafen sich zur Demonstration gegen die aktuelle Corona-Politik in Torgelow. Lutz Storbeck
Nancy und Yasmin Ortmann vom "Circus Orandi" verteilten vor dem Beginn der Demo in Teterow etwa 20 Leuchtstäbe an die Kinder.
Nancy und Yasmin Ortmann vom "Circus Orandi" verteilten vor dem Beginn der Demo in Teterow etwa 20 Leuchtstäbe an die Kinder. Nadine Schuldt
In Neustrelitz sprachen sich die Demonstranten "Gegen den Impfterrorismus" aus.
In Neustrelitz sprachen sich die Demonstranten "Gegen den Impfterrorismus" aus. Marlies Steffen
Rund 200 Teilnehmer waren am Montag am Spaziergang in Pasewalk dabei.
Rund 200 Teilnehmer waren am Montag am Spaziergang in Pasewalk dabei. Fred Lucius
In Greifswald waren rund 250 Menschen bei der Demonstration.
In Greifswald waren rund 250 Menschen bei der Demonstration. Maximilian Lill
Laut Polizei waren rund 550 Teilnehmer in Neubrandenburg.
Laut Polizei waren rund 550 Teilnehmer in Neubrandenburg. Felix Gadewolz
Seenplatte und Vorpommern

▶ Menschen demonstrieren für den Frieden und gegen die Corona-Politik

Auf den Straßen des Landes kommen am Montag wieder Hunderte Menschen zusammen. Den Auftakt macht eine Friedensdemo in Anklam
MV

Bei mehreren Veranstaltungen in den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald werden am Montagabend wieder viele Menschen erwartet.

Den Lockerungen zum Trotz haben in Neubrandenburg laut Polizei rund 550 Teilnehmer am Montag gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. Dabei liefen sie vom Marktplatz aus ins Vogelviertel, hielten eine Zwischenkundgebung ab und gingen dann über das Jahnviertel und den Friedrich-Engels-Ring zurück zum Marktplatz. Der störungsfreie „Lichterspaziergang“ richtete sich laut Anmeldung unter anderem gegen Ausgrenzung, für freie Selbstbestimmung und mehr Zusammenhalt untereinander. Auch der Krieg in der Urkaine spielte eine Rolle. 

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„Stell dir vor, es ist Frieden und alle gehen hin“ lautet das Motto der Demonstration in Waren an der Müritz. Zum Song 99 Luftballons ließen die Demonstranten weiße Luftballons in den Himmel steigen. Auf ihrem Spaziergang gegen die Corona-Politik schwenkten die Teilnehmer über 40 Länderflaggen. Insgesamt beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 250 Menschen an der Demo.

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Auch in Neustrelitz haben am Montagabend wieder Menschen gegen die Corona-Politik in Deutschland protestiert. Polizeiangaben zufolge waren rund 350 Menschen unterwegs. Zu Beginn der Demo gab es zudem ein kurzes Statement zum Ukraine-Krieg. "Wir stehen für Frieden und nicht für Krieg", betonte Juliane Lasarzik de Ascurra von den Organisatoren des Montagsspaziergangs. Partei für eine Seite werde man jedoch nicht ergreifen, betonte sie und bekam dafür Applaus.

Einen etwas anderen Demo-Auftakt gab es in Teterow: Nancy und Yasmin Ortmann vom "Circus Orandi" verteilten vor dem Beginn etwa 20 Leuchtstäbe an die Kinder. Der Circus macht zur Zeit Halt auf dem Festplatz in Teterow. Zudem präsentierte Nancy Ortmann eine artistische Nummer mit einem beleuchteten Hula-Hoop-Reifen. Danach setzte sich der Spaziergang in Bewegung. Bei der bereits 14. Auflage zogen laut Versammlungsleiter Christian Wolter und Polizei knapp 90 Teilnehmer gegen die Impfpflicht und für den Frieden durch Teterows Innenstadt.

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Mangels Beteiligung haben indes die Organisatoren in Stavenhagen den Spaziergang gegen die Corona-Maßnahmen spontan abgesagt. Gerade mal 30 Leute kamen diesmal, noch weniger als eine Woche zuvor. "Daher haben wir uns entschlossen, dass wir gar nicht erst loslaufen", sagte Eric Rosenkranz vom Organisationsteam. Im Laufe der Woche soll entschieden werden, ob die Montagsdemos in der Reuterstadt weiter fortgesetzt werden sollen. Das beherrschende Thema sei der Krieg in der Ukraine. Krieg sei schlimm und Frieden wichtig, aber man dürfe nicht vergessen, dass die Pandemie weitergeht. Elisabeth Wolff, die diesmal Versammlungsleiterin war, vermutete die Lockerungen als Grund, warum viele jetzt den Demos fernbleiben. Sie zeigte sich enttäuscht von der geringen Beteiligung.

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Bei einem Demonstrationszug durch die Innenstadt von Torgelow haben sich deutlich weniger Teilnehmer eingefunden als an den vorhergehenden Montagen. Etwa 60 Menschen trafen sich vor dem Rathaus – und mussten etwas warten. Die Polizei bestand darauf, dass sich ein Veranstaltungsleiter und Ordner für die Demonstration finden, was schließlich gelang. Schon zuvor waren über Facebook die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu aufgefordert worden, trotz des Krieges in der Ukraine darauf zu verzichten, ukrainische Flaggen, Transparente und Plakate mitzubringen. Daran hielten sich die Teilnehmer

Die Teilnehmerzahl bei der Demo in Greifswald war vergleichbar mit der der letzten Woche. So schätzte Veranstalter Andreas Pieper die Teilnehmer auf etwa 250 Menschen. Im Vergleich zu den vorherigen Demonstrationen, versuchte die Bewegung „Mein Körper, meine Freiheit“ allerdings neuen Schwung in die Veranstaltung zu bringen, vor allem durch musikalische Einlagen. So wurde zum Beispiel „Mercedes Benz“ von Janis Joplin gesungen. Ein Lied, welches vor allem durch seine Konsumkritik bekannt ist. Ein neues Kunstprojekt wurde ebenfalls gestartet. 

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In Pasewalk haben an einer Mahnwache aus Protest gegen die Kriegshandlungen und als Zeichen der Solidarität rund 40 Bürger teilgenommen. Aufgerufen dazu hatte das Bündnis "Pasewalk hilft". Anschließend waren nach Veranstalterangaben rund 200 Menschen beim Montag-Spaziergang gegen die Corona-Maßnahmen. Dirk Stegemann von der Initiative „Pasewalk steht auf“ sagte, vorläufig wolle man mit den Veranstaltungen weitermachen, aber auch Mitte März die Entscheidung der Politik zur Impfpflicht abwarten. 

Zum nunmehr 9. Lichterspaziergang hatten sich auch wieder gut 50 Bürger in Penkun getroffen, um für Freiheit, Grundrechte, gegen Diskriminierung und Zwang, aber auch zum zweiten Mal für Frieden auf die Straße zu gehen. Es sei kein Ende des Leids in der Ukraine in Sicht – ganz im Gegenteil, meinte Veranstalter Heinz Timm. Er kritisierte, dass es eine zunehmende Hetze auf Russen gebe und eine regelrechte Russophobie ausgebrochen sei.

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Den Auftakt machte am frühen Abend Anklam, wo rund 50 Besucher zum Friedensgebet in die Anklamer Marienkirche gekommen waren. Etwa 200 Menschen beteiligten sich anlässlich des Kriegs gegen die Ukraine bei einer Friedensdemonstration auf dem Anklamer Markt.

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(Dieser Artikel wird im Laufe des Abends aktualisiert.)

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