Vereine in Sorge

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Millionen-Poker um Anklams Zukunft

Die Verhandlungen um die Anklamer Schwimmhalle haben Bürgermeister Galander, Minister Pegel und Staatssekretär Dahlemann in eine kontroverse Lage gebracht. Ausbaden müssen das die Vereine und Anklamer.
Die Verhandlungen um die Anklamer Schwimmhalle haben Bürgermeister Galander, Minister Pegel und Staatssekretär Dahlemann in eine kontroverse Lage gebracht. Ausbaden müssen das die Vereine und Anklamer.
A. MAAS, C .SCHÖNEBECK, J. BÜTTNER/NK-MONTAGE: D. FOCKE

So wie der Förderverein Nikolaikirche mit dem Ikareum verbunden ist, hängen die Anklamer Peenerobben untrennbar an der Schwimmhalle. Nach der überraschenden Stadtvertretersitzung am Donnerstag bleiben für beide Vereine nun viele Fragen offen.

Mit der Grundsatzentscheidung für einen Schwimmhallenneubau, der allerdings finanziell nicht abgesichert ist, haben sich die Stadtvertreter auch gegen die ausfinanzierte Sanierung der alten Halle und gegen die baldige Umsetzung des Ikareums entschieden, skizzierte Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann am Donnerstagabend. Und wie geht es jetzt weiter? Das fragen sich nach der Stadtvertretersitzung am Donnerstag auch die betroffenen Vereine.

Ist das letzte Wort gesprochen?

Peer Wittig, Vorsitzender des Fördervereins Nikolaikirche, hofft, dass die letzte Runde im Millionen-Poker noch nicht gespielt ist. „Wir können nur hoffen, dass sich die Fronten nicht weiter verhärten und sich am Ende bei beiden Projekten gar nichts tut“, sagt er. Die Verknüpfung von Schwimmhalle und Ikareum bei der Förderpolitik der Schweriner Regierung kann er nicht wirklich nachvollziehen.

Schwimmer hoffen weiter auf Neubau

Auch bei den Peenerobben, dem Betreiber der Anklamer Schwimmhalle, will man sich erst mal sammeln. In der kommenden Woche soll es dann eine Vorstandssitzung geben, erklärt Lutz Berlin, der zweite Vorsitzende des Vereins. Dementsprechend gebe es auch noch keine abgestimmten Aussagen von der Vereinsführung. Bestehen bleibe allerdings die Aussage des Vereins, dass eine komplette anderthalbjährige Schließung der Schwimmhalle während einer Sanierung der Todesstoß für den Verein und insgesamt ein herber Einschnitt für den Schwimmsport in der Stadt wäre. Er persönlich begrüßt deshalb auch den Entschluss der Stadtvertreter für einen Neubau. Welcher Konsequenzen dieser auch für die Peenerobben mit sich bringt, müsse man nun sehen.