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Mit Flüchen in die Ehe: Ein Königreich für eine Kettensäge!

So ein Spalier bekommen nur Feuerwehrleute: Gestern gaben sich Maxi Post und Marko Thürk aus Loitz das Ja-Wort, beide Mitglieder der Peenestädter Löschtruppe.  FOTO: Stefan Hoeft

VonStefan HoeftMaxi Post und Marko Thürk aus Loitz schipperten gestern in den Hafen der Ehe. Doch draußen vorm Standesamt wartete eine knallrote und ...

VonStefan Hoeft

Maxi Post und Marko Thürk aus Loitz schipperten gestern in den Hafen der Ehe. Doch draußen vorm Standesamt wartete eine knallrote und blaulichtige Überraschung. Verknüpft mit ungeahnt viel Arbeit.

Loitz.Da hielt so mancher Passant inne und staunte nicht schlecht: Gegen elf Uhr rückte gestern die Feuerwehr auf dem Loitzer Marktplatz an und verlegte Schläuche zum Amtsgebäude. Allerdings recht gemächlich und unaufgeregt, Feuer oder Rauch war obendrein auch nicht zu sehen. Denn wie sich wenig später herausstellte, hatte dieser Spezial-Einsatz einen durchweg erfreulichen Grund: Ein Pärchen aus der Löschtruppe gab sich im Standesamt das Ja-Wort. So dass dort drinnen zwar wirklich einigen Leuten mächtig warm wurde und einiges Wasser floss, aber eben nur vor Aufregung und in Form von Tränen der Rührung.
Der stellvertrende Loitzer Wehrführer Marko Thürk (31) und seine Maxi (28) kennen sich schon seit der Schulzeit, doch richtig gefunkt hat es zwischen den beiden Peenestädtern erst viel später. Seit rund zwei Jahren ist das Paar zusammen, verriet es gegenüber dem Nordkurier. Und da der junge Mann seit dem neunten Lebensjahr begeistertes Mitglied der Löschtruppe ist, lockte er auch seinen Partnerin zu den Brandbekämpfern, die auf der weiblichen Seite eher schlecht besetzt daher kommen.
Bedingung war es sicher nicht, doch für die Entscheidung, die Richtige gefunden zu haben, wohl auch nicht abträglich. So dass die beiden nun entschieden, der wilden Ehe Adieu zu sagen und den Bund fürs Leben mit dem obligatorischen Ringtausch vor einem Standesbeamten zu besiegeln. Mit dem nun in der Familie Thürk wahrhaftig die Post abgeht – denn ihr Name ist nun für beide gültig.
Dass ihre Kameraden dabei nicht nur als Zaungäste und normale Gratulanten daher kommen, erfuhr das Paar gleich bei seinen sprichwörtlich ersten Schritten in die Ehe. Vor dem Eingang wartete ein Spalier Feuerwehrmänner in Uniform, einen dreifachen Bogen aus Schläuchen über ihnen spannend. Und dann hieß es gleich mal kräftig gemeinsam Hand anlegen. Beim Ausschneiden eines Stoffherzens ging noch alles recht einfach, doch der per Handsäge zu teilende Stamm ließ die jungen Leute verzweifeln und fluchen. Schließlich zeigte sich das Gerät mehr als stumpf und das Holz mächtig feucht. Kein Wunder, dass sich Marko Post als Motorkettensägen-Führer nach motorgetriebener Technik sehnte. Das aber hatten seine Kameraden geahnt und das Gerät schon mal vorsichtshalber vom Fahrzeug entfernt.