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Modell-Bahn ist, wenn es fast schöner als in echt aussieht

VonUlrike RosenstädtDie Weichen sind gestellt. Für die Modell-Bahn- Ausstellung in Loitz sindalle Vorbereitungen getroffen. Die Besucher können sich auf ...

Der Nachbau des alten Dübelwerkes wird bei der Modell-Bahn-Ausstellung im Juni in Loitz zum ersten Mal zu sehen sein. [KT_CREDIT] FOTO: Frank Platow

VonUlrike Rosenstädt

Die Weichen sind gestellt. Für die Modell-Bahn- Ausstellung in Loitz sind
alle Vorbereitungen getroffen. Die Besucher können sich auf den Bahnhof in Kleinformat freuen. Doch auch die Gebäude drum herum hat ein Radeberger originalgetreu nachgebaut.

Loitz.„Das ist wirklich beeindruckend, wie er die Dinge in Szene setzt und wie echt alles wirkt“, zollt Manfred Ohlrich seinem Modellbau-Kollegen höchsten Respekt. Die Rede ist von Frank Platow aus Radeberg. Ja genau, dem Radeberg, das unweit von Dresden liegt und ganz offensichtlich noch viel mehr Gutes als den bekannten Gerstensaft zu bieten hat. Manfred Ohlrich, selber leidenschaftlicher Modellbauer, weiß über seinen Kollegen aus Sachsen zu berichten, dass „er mit einer unheimlich Präzision die Dinge nachbaut, die ihn beeindruckt haben“.
Ins Staunen versetzt und zum Verweilen eingeladen hat Frank Platow vor einigen Jahren auch der Blick auf Loitz, als er mit dem Auto auf dem Preußendamm unterwegs war. „Also ist er ausgestiegen, hat sich unseren Ort genauer angesehen und war motiviert, Modelle zu bauen“, erzählt Manfred Ohlrich.
Er kennt den Radeberger schon seit vielen Jahren. Auch bei einer der beliebten Hobby-Schauen, die seit 1998 immerhin sechsmal in Loitz stattgefunden haben, war Frank Platow mit von der
Partie. Nun kommt es wieder zu einer Zusammenarbeit der beiden Modell-Bauer. „Doch ich bin nur der Manager vor Ort, treffe die Vorbereitungen“, sagt Manfred Ohlrich. Bei aller Bescheidenheit, auch diese Dinge, wie Plakate auf den Weg bringen und die Vorbereitungen im Speisesaal der Loitzer Grundschule treffen, wollen erledigt werden. Unterstützung erhielten Frank Platow und Manfred Ohlrich sowohl von Manfred Schröder, der die Plakate spendiert, als auch von der Stadtverwaltung und der Grundschule, die sich auf den Gast aus Radeberg freut.
Der wird seine digitale Modell-Bahn-Anlage sicher gut verpacken, damit sie die Reise von Sachsen nach Vorpommern unbeschadet übersteht. Denn schließlich hat er auch einige Schätze im Gepäck, wie den Nachbau des Dübelwerkgeländes. „Das Modell ist richtig gut geworden“, weiß Manfred Ohlrich. Er versteht diese Ausstellung auch als einen Beitrag zur Heimatkunde. „Es werden Objekte und Züge gezeigt, die inzwischen aus unserem Stadtbild verschwunden sind“, kündigt er an und hofft, dass auch aus diesem Grunde viele Kinder und Jugendliche den Weg in die Ausstellung finden. Wann und wo? 15. und 16. Juni jeweils von 10 bis 16 Uhr mit einer Flimvorführung am 15. Juni um 16 Uhr: Manfred Ohlrich zeigt Filme von den letzten Fahrten des „Korl Loitz“.