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MV will Karlsburger Schloss verkaufen

Das Karlsburger Schloss wurde bis zum Ende des vergangenen Jahres von der Unimedizin Greifswald verwaltet. Das Gemälde, das Curt Christoph Graf von Schwerin zeigt, hing bisher im Barocksaal des Schlosses.
Das Karlsburger Schloss wurde bis zum Ende des vergangenen Jahres von der Unimedizin Greifswald verwaltet. Das Gemälde, das Curt Christoph Graf von Schwerin zeigt, hing bisher im Barocksaal des Schlosses.
Matthias Diekhoff

Das Karlsburger Schloss gehört zu den schönsten Barockbauten in Vorpommern. Das Land Mecklenburg-Vorpommern will es verkaufen und hat bereits wertvolle Gemälde in Sicherheit gebracht.

Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD) hatte es bereits im September angekündigt: Wenn es dem Land nicht gelingt, eine Nutzung für das Karlsburger Schloss zu finden, dann wird es verkauft. Hintergrund ist, dass das Schloss zwar dem Land gehört, bis zum Ende des vergangenen Jahres aber von der Unimedizin Greifswald genutzt und verwaltet wurde.

Dem ist jetzt nicht mehr so. Und eine „grundsätzlich denkbare Nutzung der Liegenschaft für Landesbehörden oder Einrichtungen des Landes wie zum Beispiel Hochschulen wird seitens des Landes gegenwärtig nicht gesehen“, heißt es aus dem Schweriner Finanzministerium. Also soll es nun verkauft werden.

Wer bekommt die Gemälde?

Allerdings hat das Ende der Nutzung des Schlosses durch die Unimedizin Greifswald bereits konkrete Auswirkungen. Dadurch sei nämlich die Sicherung der wertvollen Gemälde notwendig geworden, die bislang im prunkvollen Barocksaal des Schlosses hingen.

Sie wurden inzwischen ins Depot des Staatlichen Museums nach Schwerin gebracht. Vorübergehend, wie es aus dem Finanzministerium hieß. Im September war zumindest noch die Rede davon, dass sie an das Pommersche Landesmuseum in Greifswald gehen sollten.

Das Karlsburger Schloss zählt zu den schönsten Barockbauten in ganz Vorpommern. Errichtet wurde es ab 1731, befand sich bis 1945 im Besitz der Adelsfamilie von Bismarck-Bohlen und war anschließend bis 1990 Teil des Zentralinstitutes für Diabetes, der zentralen Leiteinrichtung der DDR für die medizinische Behandlung von Diabetikern. Seitdem gehört es dem Land Mecklenburg-Vorpommern und wurde bis zum Ende des vergangenen Jahres von der Unimedizin Greifswald verwaltet.

Kommentare (1)

Vorpommern ist noch nicht arm genug. Schwerin muss noch schöner werden! Vielleicht findet sich ja noch ein Plätzchen im Schloss. In Sicherheit bringen... alles klar!