Landgericht Neubrandenburg
Nach Messerstichen drei Jahre Haft gefordert

Während der Verhandlungen musste der angeklagte Omid B. Fußfesseln tragen.
Während der Verhandlungen musste der angeklagte Omid B. Fußfesseln tragen.
Matthias Lanin

Der Angeklagte hatte bei den Gewaltausbrüchen bis zu zwei Promille Alkohol im Blut und gilt deshalb als nicht voll zurechenbar.

Drei Jahre Haft hat die Staatsanwaltschaft im Fall des „messerschwingenden” Afghanen Omid B. gefordert. Im Schlussplädoyer vor dem Landgericht Neubrandenburg sprach die Anklagebehörde von einer gefährlichen Körperverletzung wie in einem Gewaltexzess und vom außerordentlich brachialen Vorgehen des Angeklagten.

Die Verteidigung betonte, dass Omid B. in allen drei ihm vorgeworfenen Taten mittelschwer betrunken gewesen sei und ein Messer in dessen Heimat nicht die gleiche Bedeutung als Waffe habe wie in Europa. Die Verteidigung fordert ein Jahr Gefängnis ohne Bewährung. Das Urteil wird am heutigen Mittwoch erwartet.