ANKLAMER FACHKONFERENZ

Nachhaltige Technologie aus Vorpommern?

Bio-Ökonomie und Anklam gehören zusammen. Nun kommt es wieder zum großen Branchentreff in der Hansestadt. Dabei soll es auch um nachhaltige Abfallverwertung und Zucker aus dem Meer gehen.
Die „4. BioÖkonomieKonferenz“ findet in der Zuckerfabrik in Anklam statt. NK-Archiv
Die „4. BioÖkonomieKonferenz“ findet in der Zuckerfabrik in Anklam statt. NK-Archiv Marie Stemmler/Suiker Unie
Anklam.

Was vor einigen Jahren relativ klein mit einer Nachmittagskonferenz in Anklam begann, hat sich inzwischen zu einer hochkarätig besetzten, mehrtägigen, international beachteten Veranstaltung gemausert: die Bio-Ökonomie-Konferenz, die am Donnerstag bereits zum vierten Mal an der Peene stattfindet. Mit dem Begriff Bio-Ökonomie werden das Wirtschaften mit nachwachsenden Rohstoffen und der Herstellung von nachhaltigen Produkten aus pflanzlicher Herkunft beschrieben.

In Anklam spielt das Thema Bio-Ökonomie schon länger eine große Rolle, schließlich haben die Zuckerfabrik als einzig verbliebene in Mecklenburg-Vorpommern sowie die zur Schweizer Rehau-Gruppe gehörende Anklam Extrakt GmbH und das erst 2018 eingeweihte Taraxagum Lab der Continental AG in den Standort Anklam weit mehr als 100 Millionen Euro investiert. Continental will dabei Kautschuk für Reifengummi aus Löwenzahn-Wurzeln gewinnen.

Anmeldungen zur Konferenz in Anklam sind noch möglich

Die eigentliche Bio-Ökonomie-Konferenz, die am Donnerstagnachmittag in der Zuckerfabrik stattfindet, wird sich unter anderem mit dem großen Thema „Nachhaltigkeit und Wertschöpfung“ beschäftigen, kündigt Jens-Uwe Heiden von der Förder- und Entwicklungsgesellschaft Vorpommern-Greifswald (FEG) an, die zu den Mitorganisatoren der Konferenz gehört. Auf dem Programm stehen unter anderem Vorträge über die Möglichkeiten der Verwertung von Abfällen aus der Brauerei-, Kartoffel- und Geflügelindustrie und die Gewinnung von Zucker aus dem Meer. Anmeldungen dafür sind noch im Internet auf der Webseite www.biooekonomie-mv.de möglich.

Die diesjährige Konferenz wird zudem durch ein Begleitprogramm bereichert, das das gestiegene Interesse und die inzwischen internationale Ausrichtung dieser Branchenkonferenz, an der Vertreter aus elf Nationen teilnehmen, unterstreicht. So findet am Donnerstagvormittag erstmals ein Jugend-Workshop statt, der unter dem Titel „Young People meet Bioeconomy“ Studierende, Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, Polen, Estland, Russland und Italien mit den quasi unbegrenzten Möglichkeiten der pflanzlichen Produkte vertraut machen möchte. Thema soll aber auch sein, was jeder selbst zur Nachhaltigkeit beitragen kann. Unter den Teilnehmern der Workshops sind übrigens auch Schüler aus Ducherow, Anklam und Greifswald.

Vorträge über Nachhaltigkeit zwischen Rehrücken und Hubertusfest

Bereits am Mittwochabend wird es ein Rehrücken-Essen geben, bei dem Dr. Jürgen Eck einen interessanten Vortrag halten wird, schließlich ist er Geschäftsführer der Brain AG, dem einzigen börsennotierten Unternehmen der Bio-Ökonomie-Branche Deutschlands. Am Freitag gibt es zudem einen Workshop, der durch die AG „Bioökonomie/RIS“ der Strategiegruppe I „Life Science“ des Kuratoriums Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern organisiert wird und unter dem Motto steht: „Realisierung der Potenziale in der Bioökonomie durch die Regionale Innovationsstrategie für Mecklenburg-Vorpommern“. Hintergrund der Veranstaltung ist, dass sämtliche Europäischen Regionen von der EU-Kommission aufgefordert wurden, entsprechende Konzepte einzureichen, um in der kommenden Förderperiode berücksichtigt zu werden.

Und schließlich gäbe es dann auch noch die Möglichkeit, einen schönen Abend beim Hubertusfest zu verbringen, ergänzt Jens-Uwe Heiden. Wenn die Welt nach Anklam kommt, dann soll ihr was geboten werden.

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