GRUNDEINKOMMEN

Neue Partei will Anklamer Land zur Modellregion machen

2018 hat sich eine Partei in Greifswald gegründet, die in der Landtagswahl den etablierten Parteien den Kampf ansagen will. Und auch „dunkelgrüne” Politik betreiben will.
Luca Piwodda (links) ist Bundesvorsitzender der FPA. Der Sarnower Bernd Kniel unterstützt die Ideen und Ansätze der
Luca Piwodda (links) ist Bundesvorsitzender der FPA. Der Sarnower Bernd Kniel unterstützt die Ideen und Ansätze der Partei tatkräftig. Mareike Klinkenberg
Sarnow ·

Auf möglichst viele Zweitstimmen bei der anstehenden Landtagswahl hofft die Freiparlamentarische Allianz (FPA) ganz speziell in Vorpommern. Schließlich hat sie speziell das Amt Anklam-Land für ein Modellprojekt auserkoren.

„Unbürokratischer und projektorientierter”

Doch wer oder was ist die FPA? Die Partei wurde nach Auskunft ihres Vorsitzenden Luca Piwodaa von einer Gruppe junger Menschen, zumeist Studenten, gegründet, die eine komplett neue Partei aufbauen wollen, unter komplett neuen Maßstäben. Nach eigener Aussage wollen sie „viel bürgernäher, lockerer, unbürokratischer und projektorientierter organisiert“ sein als die vorhandenen Parteien und dem allgemeinen Politikfrust etwas entgegensetzen. In ihrer Struktur setzen sie dabei auf direkte Beteiligung, Losverfahren für einzelne Ämter, mit einem Talentkomitee als Gremium und mit Amtszeitbegrenzungen.

In ihrem Wahlprogramm für MV setzen die Politneulinge ihren Fokus auf die Bildungspolitik, sie wollen künftig nicht nur grüne, sondern „dunkelgrüne“ Politik betreiben und Klimaschutz mit Bürgerbeteiligung kombinieren. Ein weiteres Thema ist das bedingungslose Grundeinkommen, für das sie die Region rund um Anklam als Modellregion auserwählt haben.

Laut Konzept der FPA soll jeder im Amtsbereich Anklam-Land 1.000 Euro Grundeinkommen pro Monat bekommen, die jedoch zu 80 Prozent in einer eigenen Lokalwährung ausgezahlt werden sollen, die ausschließlich in hiesigen Geschäften mit Produkten aus der Region eingelöst werden kann. Neben dem Effekt, dass der lokale Wirtschaftskreislauf angekurbelt wird, soll ein Netzwerk an Dorfläden neue Anreize schaffen. Mit den Ideen rund um das Grundeinkommen will die FPA auch unabhängig vom aktuellen Wahlkampf Ernst machen, erklärt Piwodda: „Wir sind auch nach der Wahl noch hier.“

Erste Bürgerversammlungen

In den vergangenen Tagen hat die FPA in Sarnow schon erste Bürgerversammlungen durchgeführt. Mit dem Sarnower Bernd Kniel hat die Partei außerdem einen Mitstreiter gewonnen, der ein ziemlich konkretes Konzept für einen Dorfladen in einem Strohballenhaus in der Schublade hat. Ob und wie das alles machbar werden könnte, mit einer Leuchtturmidee, die von Sarnow aus über den gesamten Amtsbereich und später auch darüber hinaus ihre Kreise zieht, darüber gibt es noch jede Menge Gesprächsbedarf. Geplant sind Gespräche in allen Orten der Region, im Idealfall noch vor der Wahl, oder aber auch danach.

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Kommentare (1)

Das sind dann wohl die Klimataliban....