BOOT UND FAHRZEUGE

Neue Technik für Feuerwehren an der Peene

Mehr Touristen auf und an der Peene – da steigt auch die Gefahr von Unfällen. Und während es für neue Rettungstechnik an Land gerade sehr viel Fördergeld gibt, rätselt eine Gemeinde darüber, wie ein Rettungsboot zu finanzieren wäre.
Bei solchen Einsätzen wie im Oktober in Grambin zeigt sich, wie nützlich und nötig ein Boot für die ö
Bei solchen Einsätzen wie im Oktober in Grambin zeigt sich, wie nützlich und nötig ein Boot für die örtlichen Feuerwehren sein kann. NK-Archiv / Holger Schacht
Groß Polzin ·

Dass die Gemeinde Groß Polzin an der Peene liegt, machte sich bei der letzten Sitzung der Gemeindevertreter im alten Jahr deutlich bemerkbar. Dabei ging es nämlich auch darum, ob sich die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde ein Boot zulegen soll, dass zur Rettung von verunglückten Personen auf der Peene und anderen Gewässern geeignet wäre.

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Einfach, aber nicht ganz billig

Ein Gedanke, der angesichts der zunehmenden touristischen Nutzung des „Amazonas des Nordens“ wohl nicht von der Hand zu weisen ist. Im Auge haben die Kameraden vorerst ein sogenanntes Uniboot. Dabei handelt es sich um ein relativ kleines Wasserfahrzeug mit wenig Tiefgang, das unter anderem den Vorteil bietet, dass es problemlos auf einem Trailer transportiert und dank eigener Räder auch ohne Slipanlage von nur einer Person zu Wasser gelassen werden kann. Und mit einem entsprechenden zusätzlichen Bausatz kann das Boot auch auf Eisenbahn-Schienen unterwegs sein.

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Wer soll das bezahlen?

Allerdings kostet so ein Boot natürlich auch etwas Geld – das die Gemeinde im Moment nicht hat. Und so wird das Boot nach dem Willen der Gemeindevertreter zwar im Haushalt des neuen Jahres berücksichtigt. Das jedoch unter der Bedingung, dass dafür wie angekündigt 50 000 Euro aus dem Strategie-Fonds der Landesregierung nach Groß Polzin fließen. Zugleich wirbt Bürgermeister Sebastian Hornburg (CDU) auch bei den benachbarten Gemeinden wie Ziethen und Menzlin für finanzielle Unterstützung bei den Folgekosten, die zum Beispiel durch TÜV und Versicherungen entstehen. Zudem müsste notwendiges Zubehör beschafft werden. Insgesamt sei mit etwa tausend Euro pro Jahr zu rechnen, hieß es bei der Gemeindevertretersitzung.

Land verteilt Millionen aus Sonderprogramm

Andere Gemeinden in der Region konnten sich unterdessen bereits über die Zusage von Fördermitteln für die Anschaffung von neuer Feuerwehr-Technik freuen. Bei der Sitzung des Kreistages im Dezember wurde die Vergabe von Mitteln des Kreises und aus der Brandschutzpauschale in Höhe von insgesamt rund 1,7 Millionen Euro beschlossen. Davon gehen unter anderem jeweils 120 000 an die Feuerwehren in Rubkow und Medow für die Anschaffung eines LF (Löschgruppenfahrzeug) 10 sowie 101 560 Euro nach Klein Bünzow für ein HLF (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) 10. Die jeweiligen Fördersummen entsprechen dabei in etwa einem Viertel bis Drittel der gesamten Investitionssumme, sodass die Gemeinde wohl auch noch andere Töpfe anzapfen müssen.

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