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Neuer Job für gemeuchelten Baum

Das kleine Partybäumchen wurde mit dem Traktor auf unfesten Wegen tief in den Wald gebracht.
Das kleine Partybäumchen wurde mit dem Traktor auf unfesten Wegen tief in den Wald gebracht.
Ann-Kristin Hanell

Er war der lustigste Baum Vorpommerns und nahm ein trauriges Ende: Die Kiefer an der Anklamer Redoute, die von Spaßvögeln immer wieder neu dekoriert worden war – von Unbekannten einfach umgesägt. Jetzt feiert der Baum eine liebenswerte Auferstehung.

Zu Ostern hingen dort Eier, im Sommer trug er Badelatschen, zur Fußball-WM zeigte er sich in angesagtem Schwarz-Rot-Gold. Der Spaßbaum an der Anklamer Redoute war immer für eine Überraschung gut. Tausende Autofahrer brachte er zum Schmunzeln, groß war die Wut, als Unbekannte ihn dann einfach umsägten. Der Nordkurier rettete den Baum aus dem Straßengraben – und dann hatte ein Leser eine tolle Idee, wie der Baum noch einmal zum Star werden kann: Als Weihnachtsbaum für die Tiere im Wald.

Die Tradition gibt es schon lange, ist aber an vielen Orten in Vergessenheit geraten: Zu Weihnachten schmückten Jäger und Landwirte einen Baum mit Leckereien für ihre Tiere, ein großer Spaß natürlich auch für die Kinder. Auf Usedom macht das ein Förster schon seit vielen Jahren, und jetzt sollte eben auch der tapfere Spaßbaum von der Redoute auf diese Weise noch einmal zu Ehren kommen.

Damit die Tiere sich auch in aller Ruhe an seinen Gaben erfreuen können, wird der genaue Platz, an dem er steht, natürlich nicht verraten. Aber das macht nichts. Sehen kann ihn trotzdem jeder und sogar die Tiere, die ihn besuchen werden. In der Nähe des Baums ist nämlich gut versteckt eine Kamera mit Bewegungsmelder installiert, sie wird für den Nordkurier alles festhalten, was sich an dem Bäumchen so tut.

Und das könnte ein buntes Treiben werden, denn das Bäumchen bietet Leckereien für viele Tiere: Äpfel hängen daran, davon können Hirsche und Rehe naschen, dann sind da noch Meisenknödel, damit auch die Vögel etwas davon haben, in der unteren Etage hängen Möhren für die Hasen, rund um den Baum wurde Mais verstreut, der schmeckt Wildschweinen.

In der Nähe wohnt übrigens auch noch ein Biber. Hoffentlich fällt der den Baum nicht gleich ein zweites Mal.

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