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Nikolaikirche: In diesen Plakaten steckt Energie drin

Was denken junge Leute über Europa und das, was Europa antreibt? Das kann man sich bei der Ausstellung zur 6. internationalen Plakatbiennale in der Anklamer Nikolaikirche ansehen, die Professor Otto Kummert derzeit zusammen mit Helfern aufbaut. [KT_CREDIT] FOTO: Claudia Müller

VonClaudia MüllerDie Gewinner des europäischen Wettbewerbs für Kunst- und Designstudenten werden erstmals in Anklam ausgezeichnet.Anklam.Beim 6. ...

VonClaudia Müller

Die Gewinner des europäischen Wettbewerbs für Kunst- und Designstudenten werden erstmals in Anklam ausgezeichnet.

Anklam.Beim 6. Europäischen Plakatwettbewerb der Kunst- und Designschulen musste alles ganz schnell gehen. Trotzdem haben sich junge Künstler und Grafik-Designer mit viel Energie an
die Arbeit gemacht, um zum Thema „Junge Energie in Europa“ ein Plakat zu ent-werfen. Die Ergebnisse werden ab kommenden Dienstag, 7. Mai, in der Anklamer Nikolaikirche zu sehen sein. Und auch die Preisträger werden in diesem Jahr erstmals in der Hansestadt ausgezeichnet, kündigten die Initiatoren der Plakatbiennale, Edith und Otto Kummert aus Relzow, an. Bei vorangegangenen Wettbewerben war die feierliche Preisverleihung unter anderem in Schwerin über die Bühne gegangen.
Bekanntlich ist die Idee zu dem Wettbewerb in der von Professor Otto Kummert mitgegründeten Anklamer Grafik- und Designschule geboren, die aber mittlerweile nach Greifswald umgezogen ist. Die Biennale hat sich im Laufe der Jahre von einem deutsch-polnischen Projekt zu einem europäischen Kunstereignis gemausert. Träger ist der von Kummerts wieder belebte Anklamer Kunstkreis.
Bei der aktuellen 6. Biennale ließ allerdings die Fördermittel-Zusage auf sich warten, sodass die Ausschreibung erst im September 2012 verschickt werden konnte. Daher blieb für das schwierige Energie-Thema relativ wenig Zeit bis zur Sitzung der internationalen Jury. Dennoch haben sich 230 junge Plakatkünstler hauptsächlich aus Deutschland, Polen und Spanien beteiligt. Mit mehr zeitlichem Spielraum wären es aber sicherlich noch mehr gewesen, meint Edith Kummert. Sie hofft daher, dass der Zwei-Jahres-Rhythmus der Plakatbiennale beim nächsten Mal zu Gunsten der Teilnehmer besser ausgenutzt werden kann.
Bei der Ausstellung in der Nikolaikirche werden über 120 Plakate zu sehen sein. Dabei handelt es sich um Arbeiten, die die Jury auch für den Katalog ausgewählt hat, der zu jedem Wettbewerb erscheint. Die Ausstellungseröffnung beginnt um 17 Uhr und ist für jedermann offen.