KREISVERKEHRE GEPLANT

Nimmt Straßenbau in Anklam Fahrt auf?

Rund zwei Millionen Euro will die Stadt Anklam in den kommenden Jahren in den Bau von gleich drei neuen Kreisverkehren investieren – so lautet zumindest die Planung der Verwaltung. Ob die Stadtvertreter zustimmen?
Anne-Marie Maaß Anne-Marie Maaß
Nach dem Plan der Verwaltung soll die Ampel zur Südstadt hin bereits 2020 abgebaut werden.
Nach dem Plan der Verwaltung soll die Ampel zur Südstadt hin bereits 2020 abgebaut werden. Anne-Marie Maaß
Anklam.

Noch liegt der Haushaltsentwurf für die Jahre 2020/21 nicht auf dem Tisch. Dass es in einigen Punkten besonders bei den Investitionen in der Stadt Anklam wieder zu Diskussionen kommen wird, steht aber wohl schon jetzt außer Frage.

So soll es in den kommenden Jahren bei den Bauvorhaben in der Stadt unter anderem weiter rundgehen, erklärte jüngst Bürgermeister Michael Galander (IfA). Gleich drei neue Kreisverkehre seien bis 2023 in der langfristigen Planung der Stadt vorgesehen. Bei Baukosten von rund 700 000 bis 800 000 Euro pro Anlage durchaus ein gewichtiger Kostenpunkt. Und vielleicht auch ein Knackpunkt in der bevorstehenden Haushaltsdebatte?

Am Bau von Kreisverkehren schieden sich in der Vergangenheit auch in der Stadtpolitik immer wieder die Geister. So riss die Kritik der CDU am Doppelkreisel am Bahnhof selbst nach der Baufertigstellung nicht ab.

Im Herbst ein erstes Vorhaben

Zuletzt wurden im Haushaltsansatz für 2018 Mittel für einen Kreisverkehr an der Ecke Lübecker Straße/Friedländer Landstraße gestrichen. Doch auch vom bisherigen Widerstand der Stadtvertreter lässt sich die Verwaltung nicht beirren. Der Plan steht: Anklam soll in den kommenden Jahren am besten komplett zur ampelfreien Zone werden, zumindest, was die innerstädtischen Straßen anbelangt.

Als erstes Vorhaben ist bereits im Herbst 2020 der Baubeginn am Kreisel in der Friedländer Landstraße als Einfahrt zur Südstadt angedacht. 2021 sollen dann die Arbeiten am Kreisverkehr an der Ecke Friedländer Straße/Leipziger Allee folgen. Den Abschluss bildet 2022 der Baustart am Kreisverkehr Pasewalker Allee/Hospitalstraße. Die einzelnen Maßnahmen werden dabei wohl immer übergreifend in zwei aufeinanderfolgenden Jahren realisiert werden, so die Prognose des Rathauschefs. Ein sowohl zeit- als auch kostenintensives Vorhaben bei einem Bauvolumen von insgesamt geschätzten zwei Millionen Euro.

Dennoch sieht man im Rathaus die Vorteile überwiegen. So fallen für die Ampelanlage aktuell immer wieder Wartungs- und Folgekosten an, erklärte der Bürgermeister. Diese sollen künftig mit den Kreisverkehren wegfallen und langfristig also sogar ein Einsparpotenzial für die Stadt bedeuten.

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