Die Wohnungen in der Steinstraße 19 sind teils schon vermietet, auch bei den Gewerberäumen sieht es erstaunlich gut
Die Wohnungen in der Steinstraße 19 sind teils schon vermietet, auch bei den Gewerberäumen sieht es erstaunlich gut aus. Anne-Marie Maaß
Neues Wohn- und Geschäftshaus

Nur ein Ladenmieter ist wieder abgesprungen

Mitten in der Corona-Krise waren die Neubauten in der Steinstraße 19/20 in Anklam im vergangenen Jahr bezugsfertig. Kein gutes Omen, möchte man meinen. Doch das Fazit vom Vermieter fällt recht positiv aus.
Anklam

Dass Gewerberäume derzeit im Lockdown keine reißende Nachfrage finden, ist kein Geheimnis. Das weiß auch GWA-Chef Thomas Riemer. Umso mehr zieht er eine positive Bilanz, was die Vermietung der neuen Wohn- und Geschäftshäuser der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft Anklam (GWA) in der Steinstraße 19 und 20 anbelangt. Lediglich ein Verkaufsraum ist dort noch frei. An dieser Stelle sei der GWA dann doch die Corona-Krise in die Quere gekommen und potenzielle Mieter wieder abgesprungen, erklärt Riemer. Er rechnet jedoch damit, dass sich spätestens im Frühjahr, wenn die Wirtschaft von Lockerungen profitieren kann, auch dort neue Interessenten einfinden.

Einige haben Mietzahlungen eingestellt

Zudem betont er, dass die GWA natürlich im Rahmen ihrer Möglichkeiten versuche, die Unternehmer zu unterstützen, die etwa bereits in den GWA-Gebäuden am Markt ansässig sind. Jedoch beobachtet er dort ganz unterschiedliche Umgangsweisen in der Krise. „Wir haben bei den Gewerbetreibenden Partner, die ganz offen an uns herantreten und nach Lösungen suchen, die wir dann auch in aller Regel finden. Ob Stundungen da in jedem Fall das richtige Mittel sind, muss abgewägt werden. Immerhin gehen die Unternehmen dann mitunter mit einer noch größeren Bürde in die Wiederaufnahme ihres Geschäftsbetriebes“, sagt er. Doch nicht alle Mieter zeigen sich kooperativ. Andere hätten nahezu kommentarlos mit Verweis auf fehlende Einnahmen ihrerseits die Mietzahlen eingestellt, berichtet der GWA-Chef.

Einige Wohungen sind noch frei

Doch nicht nur bei den Gewerberäumen wirkt sich die Corona-Pandemie aus: In den Gebäuden gibt es zudem noch einzelne freie Wohnungen. Auch dort liege es nicht an der Nachfrage, betont Riemer. Selbst die großen Vierraumwohnungen hätten immer wieder Interessenten. Er verteidigt damit die Entscheidung, in den Neubauten ganz unterschiedliche Wohnungstypen anzubieten – auch im höherpreisigen Segment nicht auf große Flächen zu verzichten. Vielmehr sind es aus seiner Sicht die Kontaktbeschränkungen während der Pandemie, die die Planung von Umzügen erschweren und neue potenzielle Mieter aktuell noch abschrecken oder ihre Vorhaben verschieben lassen.

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