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Gift im Boden

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Ortsumgehung wird später fertig

Die Baustelle der Anklamer Ortsumgehung Anfang Oktober.
Die Baustelle der Anklamer Ortsumgehung Anfang Oktober.
Marco Uhteg / Archiv

Die Umgehungsstraße wird doch nie und nimmer in diesem Jahr fertig! So dachten viele Anklamer, da konnte das Ministerium sagen, was es wollte. Jetzt kommt raus: Es dauert wirklich noch ein bisschen.

Zunächst hieß es, die neu Anklamer Ortsumgehung solle im November fertiggestellt werden, seit September war dann die Rede von Dezember. Doch nun räumte das Schweriner Verkehrsministerium auf Nordkurier-Anfrage ein: „Die Inbetriebnahme der Ortsumgehung wird sich verzögern. Wir rechnen derzeit mit einem Vierteljahr.“ Zu viel mehr als diesen nüchternen Sätzen möchte sich Ministeriums-Sprecher Steffen Wehner zunächst nicht hinreißen lassen.

Nur zu den Gründen der Bauverzögerung macht er nähere Angaben: „Wir sind bei den Bauarbeiten leider auf eine größere Menge kontaminierten Bodens gestoßen.“ Der habe zunächst ausgetauscht werden müssen. Erst wenn das geschehen sei, könne es mit den weiteren Arbeiten und letztlich der Asphaltierung weitergehen. Weitere Auskünfte, auch zu den erwarteten Mehrkosten, will das Ministerium erst in der kommenden Woche geben. „Es wird mit Sicherheit teurer, aber das Vorhaben wird natürlich trotzdem zu Ende gebaut“, sagt Steffen Wehner. Insgesamt blieben die Probleme zum Glück „in einem verträglichen Rahmen.“