HANSEFEST

Partyplanung geht trotz Corona-Krise weiter

Die Anklamer wollen trotz offener Fragen in der Corona-Pandemie die Planungen für das Mitte August geplante Hansefest fortsetzen. Der Hauptausschuss hat dazu nun die Auftragsvergabe an die Veranstalter beschlossen samt Hauptgästen. Ist das Optimismus oder finanzieller Leichtsinn?
Mickie Krause ist der Stargast am Freitagabend. Foto: universal-music
Mickie Krause ist der Stargast am Freitagabend. universal-music
Anklam.

Zahlreiche Veranstaltungen sind bis nach Ostern abgesagt – ob das jedoch ausreicht oder noch weitere Events aufgrund der aktuellen Corona-Lage in diesem Jahr eine Pause einlegen müssen, bleibt abzuwarten. Wie umgehen mit dem Virus, wann wird Besserung eintreten? „Das alles ist aktuell ein Blick in die Kristallkugel“, sagt Beatrix Wittmann-Stifft, als Kämmerin und Leiterin des Anklamer Stadtmarketings.

Dennoch will die Stadt Anklam in dieser Zeit ein Beispiel geben – auch für Optimismus. Mitte August steht das 16. Hansefest an: drei Bühnen, drei Tage Party an der Peene vom 14. bis zum 16. August. Daran wollen die Anklamer Stadtpolitiker auch nach wie vor festhalten. Der Hauptausschuss hat deshalb bei seiner Sitzung in der vergangenen Woche einstimmig der Auftragsvergabe für die Veranstalter zugestimmt. So sollen die gut etablierten Bühnen am Nordufer und im westlichen Bereich des Festgeländes, wie in den vergangenen Jahren ihr Programm für die jeweiligen Zielgruppen gestalten. Die Hauptbühne wird von „DJ Melody“ bespielt.

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Bei der Auswahl der Künstler will die Stadt Anklam wieder mit bekannten Namen aufwarten. „Dabei gibt uns der Erfolg des vergangenen Jahres Recht“, so Wittmann-Stifft. So ist am Freitagabend Mickie Krause als Hauptgast angesagt. Am Samstagabend soll Lucas Cordalis bei den Anklamern für gute Laune sorgen und ein großes Publikum anziehen. „Das Hansefest ist in der Region mittlerweile eine feste und bekannte Größe“, sagt Wittmann-Stifft. Weil es sich auf diese Weise auch finanziell mittlerweile selbst trägt, will sie an dem Konzept nichts ändern. „Wir feiern ganz oder gar nicht“, sagt sie. Lediglich die Abschlussveranstaltung am Sonntag soll in diesem Jahr entfallen, da diese, so die Erfahrung aus den vergangenen Jahren, meist nur noch mäßig besucht wurde.

Politiker kritisieren finanzielles Risiko

Vor dem Beschluss gab es etwa von SPD-Fraktionschef Uwe Schultz durchaus Bedenken, ob es wirklich das Gebot der Stunden sein sollte ein Fest zu planen und ob die Stadt nicht sogar ein finanzielles Risiko eingeht, wenn sie nun weiter an der Großveranstaltung festhält. Wittmann-Stifft hält jedoch mit einer anderen Betrachtungsweise dagegen: „Wir haben den Hauptausschussmitgliedern sehr deutlich gesagt, welche Aussagen es auch vom Landkreis aktuell zur Pandemie gibt. Gleichzeitig können wir so aber auch ein Zeichen setzen und Partner unterstützen, mit denen wir seit Jahren das Hansefest gemeinsam ausrichten, und die sich aktuell in einer finanziell schwierigen Lage befinden“, bekräftigt sie.

Ab der kommenden Woche soll jedoch ausgehandelt werden, dass die Stadt sich vorbehält, bis zum Juni entscheiden zu können, ob das Hansefest angesichts der aktuellen Situation des Corona-Virus wirklich stattfinden kann – dabei könne es je nach Absprache allerdings auch zu Vertragsstrafen kommen, die die Stadt dann gegebenenfalls in Kauf nehmen muss. Sollte die Corona-Pandemie länger andauern, werde das Fest als Ganzes verschoben und zu einem geeigneten Zeitpunkt nachgeholt, so der Beschluss des Hauptausschusses.

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