Usedomer Bäderbahn

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Passagiere aus Zug in Vorpommern evakuiert

Die rund 120 Passagiere werden nach Lühmannsdorf gebracht. Es gibt zwei Verletzte.
Die rund 120 Passagiere werden nach Lühmannsdorf gebracht. Es gibt zwei Verletzte.
Gabriel Kords

Bei Wolgast musste ein Zug nach Rauch- und Funkenbildung auf der Strecke anhalten. Polizei, Feuerwehr und ein Notfallmanager der Bahn kümmerten sich um die rund 120 Fahrgäste, davon 30 Kinder.

Ein Zug der Usedomer Bäderbahn ist am Freitagabend zwischen Karlsburg und Buddenhagen während der Fahrt in eine Notlage geraten. Rauch- und Funkenbildung veranlassten den Lokführer zu einem Nothalt. Die Fahrgäste wurden alle evakuiert, es gibt zwei Passagiere mit leichten Verletzungen, wie die Einsatzkräfte vor Ort mitteilten. Die rund 120 Fahrgäste, davon 30 Kinder, wurden zunächst ins nahe gelegene Lühmannsdorf in das Gemeindezentrum gebracht. Von dort brachten sie Busse und Taxis nach Wolgast.

Fahrgäste loben Zugbegleiterin

Für die Feuerwehrleute, die mit einem Großaufgebot von gut 50 Personen vor Ort waren, war es schwierig, an den Zug heranzukommen. Außerdem mussten Sie persönliche Gegenstände der Reisenden aus dem Zug holen. Der Zug wurde noch in der Nacht nach Wolgast geschleppt. Dort konnten die Fahrgäste ihr Gepäck abholen. Die Strecke ist inzwischen wieder befahrbar. 

Die Ursache für den Nothalt sollen eine starke Rauchbildung und Funkenflug aufgrund eines technischen Defekts gewesen sein. Die Fahrgäste lobten nach der Evakuierung vor allem die Zugbegleiterin, die die Passagiere zuerst weg von dem Rauch im Abteil brachte. Etwas Angst hatten manche Passagiere schon, eine Scheibe wurde eingeschlagen. Ansonsten wurde vor Ort berichtet, dass viele Fahrgäste einen kühlen Kopf behielten, einige Männer ausstiegen und anderen Passagieren aus dem doch recht hohen Ein- und Ausstieg des Zuges halfen.

"Vielen Dank an das Personal der UBB, sie haben gestern echt hervorragend reagiert!", schreibt ein Leser auf der Facebook-Seite des Nordkurier. Alle wären sehr professionell und besonnen geblieben. Zudem dankt der Mann auch allen weiteren Einsatzkräften und Helfern.

Artikel wurde zuletzt am Sonnabend, 9 Uhr, aktualisiert.

Kommentare (2)

Ich dachte bei der Deutschen Bahn sei es generell verboten auf offener Strecke einen Zug zu verlassen - oder gilt das nur für ICE?

Danach fährt bis zum Morgen nichts mehr auf dieser Strecke. Sie hatten also die ganze Nacht lang Zeit, um die Passagiere gefahrlos zu evakuieren.